Unwetter in Vaihingen an der Enz
: Massive Sturmschäden im Stadtgebiet: „Mitarbeiter haben ihren Urlaub unterbrochen“

Eine Woche nach dem Sturm wird das Ausmaß der Zerstörung in Vaihingen an der Enz deutlich. Der Stadtfriedhof muss aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, zahlreiche Gebäude wurden beschädigt.
Von
Julia Amrhein
Vaihingen an der Enz
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Friedhof Vaihingen an der Enz Unwetter

Der Stadtfriedhof ist aktuell gesperrt, da Gefahr durch herabstürzende Äste droht.

Stadt Vaihingen an der Enz
  • Sturm traf Vaihingen an der Enz besonders hart – Aufräumarbeiten dauern an.
  • Stadtfriedhof bleibt aus Sicherheitsgründen gesperrt, Beerdigungen sind verschoben.
  • Zahlreiche Gebäudeschäden: Dächer, Blitzschutz, Wärmepumpe, Hallen und Kindergarten betroffen.
  • Bäume beschädigten Autos, die Stadt verweist Betroffene an ihre Versicherungen.
  • Enztalbad: Planschbecken bleibt voraussichtlich bis Ende der Woche geschlossen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gut eine Woche nach dem Unwetter, das vergangenen Donnerstag den Kreis Ludwigsburg heimgesucht hat, kristallisiert sich heraus, dass die Stadt Vaihingen an der Enz besonders hart getroffen worden ist. Wie es aus dem Rathaus heißt, wird die Beseitigung der teils massiven Sturmschäden wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Stadtfriedhof bis auf Weiteres gesperrt

Der Stadtfriedhof muss aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres für Besucher gesperrt bleiben. „Dazu mussten Beerdigungen verschoben werden“, teilt die Stadt mit. Zahlreiche Äste wurden durch den Sturm angeknackst, teilweise reiche ein kleiner Windstoß aus, damit diese herabfallen. Aktuell sind Spezialfirmen mit Hebebühnen und Hubsteigern im Einsatz: „Manches Gerät ist aber erst in einigen Tagen verfügbar, etwa um Äste in 37 Metern Höhe zu erreichen.“ Derzeit werde die Platane im Eingangsbereich weggeräumt. Für die bedrohte Silberpappel ist bereits ein Termin für den 29. Juli vereinbart. Dem für die Blumengestaltung beauftragten Unternehmen werde aber nach Absprache ermöglicht, die Gräber in Teilbereichen zu versorgen.

Wie die Verwaltung weiter mitteilt, wurden im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Bäume beschädigt, was teils wiederum zu Schäden an Fahrzeugen geführt habe: „Das ist höhere Gewalt. Die städtische Haftpflichtversicherung greift nicht, sollte ein Geäst beispielsweise einen Pkw beschädigt haben.“ Die Betroffenen werden darum gebeten, sich an ihre Versicherung zu wenden. Die Straße Im Mühlkanal, die kurzzeitig gesperrt werden musste, soll am Donnerstag wieder befahrbar sein.

Kindergärten und Hallen von Schäden betroffen

Auch zahlreiche städtische Gebäude seien bei dem Unwetter in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Blitzschutzanlagen auf dem Dach der Mehrzweckhalle in Roßwag und dem Dach der Kaltensteinhalle sowie die Kühlrippen der Wärmepumpe in der Hauffstraße wurden durch Hagel beschädigt. Die Sturmböen rissen zudem Abdeckungen und Ziegel weg, etwa beim Technischen Rathaus sowie bei der Stadtbücherei. Auf dem Gartenschaugelände wurden mehrere kleinere Dachschäden sowie zerbrochene Scheiben entdeckt.

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Unwetter in Vaihingen an der Enz Gerberstraße

Im gesamten Stadtgebiet wurden Bäume beschädigt, beispielweise in der Geberstraße.

Stadt Vaihingen an der Enz

In der Halle im See in Kleinglattbach habe sich Wasser nach oben gedrückt und für Verschmutzungen gesorgt. Auch der Kindergarten Balzhalde wurde in Mitleidenschaft gezogen. Hier fielen Äste herab, außerdem drang Feuchtigkeit in den Turnraum und das Spielzimmer ein. Selbst die Feuerwehr Kleinglatt blieb nicht verschont und hat mehrere zerstörte Rollläden zu beklagen. Das Gebäudewirtschaftsamt erfasst und bewertet derzeit alle Schäden.

Das Planschbecken im Enztalbad bleibt voraussichtlich bis Ende der Woche noch gesperrt. Die übrigen Bereiche des Freibades waren aber schon am Wochenende wieder nutzbar. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis und bemühe sich, die Schäden schnellstmöglich zu beheben: „Einige Mitarbeiter des Bauhofs und des Grünamtes haben sogar ihren Urlaub unterbrochen, um bei der Beseitigung der Sturmschäden mitzuhelfen.“