Warntag im Kreis Ludwigsburg: 130 Sirenen heulen los: „Warntag hilft uns, Schwachstellen zu erkennen“

Neben den Sirenen wurden auch die Warn-App NINA und Cell Broadcast aktiviert (Symbolbild).
Imago- Warntag im Kreis Ludwigsburg: Über 130 Sirenen heulten pünktlich um 11 Uhr.
- Warnung und Entwarnung liefen planmäßig, Entwarnung kam um 11.45 Uhr.
- NINA, Rundfunk und Cell Broadcast wurden ausgelöst – erstmals auch Entwarnung aufs Handy.
- Nicht alle Kommunen haben Sirenen, dort helfen Lautsprecherwagen und Warn-Apps.
- Ziel laut Landratsamt: Zusammenspiel der Systeme prüfen und Schwachstellen erkennen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehr als 130 Sirenen haben am Donnerstag pünktlich um 11 Uhr im Landkreis Ludwigsburg geheult. Was im Ernstfall vor einer akuten Gefahr warnen soll, war beim Warntag ein geplanter Test. Gleichzeitig wurden weitere Kanäle wie Warn-Apps, Rundfunk und Cell Broadcast ausgelöst.
Probealarm verlief planmäßig
Um 11 Uhr wurde durch die Nationale Warnzentrale beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Probewarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) versendet. Zeitgleich löste die Integrierte Leitstelle in Ludwigsburg die angeschlossenen kommunalen Sirenen im Kreis mit dem Sirenensignal „Bevölkerungswarnung“ aus. Um 11.45 Uhr erfolgte die Entwarnung. Sowohl die Warnung als auch die Entwarnung über die Sirenen im Landkreis verliefen planmäßig.
„Der Warntag ist wichtig, weil wir unsere Warnsysteme nicht erst im Ernstfall testen können“, sagt Jürgen Vogt, Erster Landesbeamter und Dezernent beim Landratsamt. „Wir wollen wissen, ob die Technik funktioniert, ob die Abläufe greifen und vor allem, ob die Warnung die Menschen tatsächlich erreicht.“ Genau darin liegt ein wesentlicher Mehrwert des Warntags: Die Bürger können die Warnmittel kennenlernen und sich damit vertraut machen, wie eine Warnung im Ernstfall aussieht.
Erstmals Entwarnung an Handys verschickt
Auch die Bedeutung eines Mixes der Warnmittel wird beim Warntag deutlich: Nicht alle Städte und Gemeinden im Landkreis verfügen über Sirenen. In Ludwigsburg, Korntal-Münchingen, Marbach am Neckar und Vaihingen an der Enz stehen keine Sirenen zur Verfügung. Dort kommen im Ernstfall unter anderem Lautsprecherwagen, die Warn-App NINA und Cell Broadcast zum Einsatz. Erstmals wurde beim diesjährigen Warntag auch die Entwarnung auf die Handys geschickt.
„Keine Warnmöglichkeit erreicht immer und überall jeden Menschen“, erklärt Vogt. „Deshalb müssen verschiedene Systeme zusammenspielen. Der Warntag hilft uns, dieses Zusammenspiel zu überprüfen und mögliche Schwachstellen zu erkennen.“ Die Ergebnisse des Warntags werden nun detailliert ausgewertet. Die Bevölkerung kann ihre Erfahrungen über die Umfrage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.warntag-umfrage.de mitteilen.
