Welt-Sepsis-Tag
: Unterschätzte Gefahr – RKH Kliniken klären über Blutvergiftung auf

Der 13. September gilt als Welt-Sepsis-Tag. Daran beteiligen sich auch die Pflegeteams der RKH Kliniken im Kreis Ludwigsburg und stehen für Fragen und Informationen bereit.
Von
Julia Amrhein
Ludwigsburg
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Auch kleine Wunden können eine Sepsis nach sich ziehen. Wichtig ist es daher, aufmerksam zu sein (Symbolbild).

mago/Manfred Segerer

Was ist eigentlich eine Blutvergiftung? Der 13. September gilt als Welt-Sepsis-Tag, an dem die Aufklärung über diese Erkrankung im Mittelpunkt stehen soll. Auch die RKH Gesundheit im Kreis Ludwigsburg beteiligt sich aktiv: Bereits am Freitag, 12. September, informieren Pflegefachpersonen an den verschiedenen Klinikstandorten Patientinnen und Patienten, Besucher, Angehörige und Mitarbeitende über diese lebensbedrohliche Erkrankung.

Eine der häufigsten Todesursachen

Eine Sepsis ist eine schwere Blutvergiftung, bei welcher der Körper auf eine Infektion so stark reagiert, dass er körpereigenes Gewebe und lebenswichtige Organe angreift. Sie zählt weltweit zu den häufigsten Todesursachen – noch vor Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Jährlich sind weltweit rund 49 Millionen Menschen betroffen, etwa 11 Millionen sterben daran.

Die Symptome einer Sepsis sind häufig unspezifisch: plötzliche Wesensveränderung, schnelle Atmung, niedriger Blutdruck, feucht-kalte, bläulich-fleckige Haut oder ein unerklärliches schweres Krankheitsgefühl. „Sepsis ist ein medizinischer Notfall – je schneller sie erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Überlebenschancen“, betont John Kerner, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie der RKH Rechbergklinik Bretten.

Schnelles Handeln ist entscheidend

Im Klinikalltag bedeutet das: konsequente Hygienemaßnahmen zur Prävention, ein wachsames Auge bei der Kontrolle von Vitalzeichen sowie das Hinzuziehen des ärztlichen Dienstes bei Verdacht auf eine Infektion. Entscheidend ist schnelles Handeln: Innerhalb der ersten Stunde nach Verdachtsdiagnose sollten eine Flüssigkeitstherapie begonnen und Antibiotika verabreicht werden.

„Ihre Aufmerksamkeit – die beste Maßnahme im Kampf gegen Sepsis“ – unter diesem Motto stehen die Pflegeteams der RKH Gesundheit bereit, um Fragen zu beantworten und Aufklärung zu leisten. Im RKH Klinikum Ludwigsburg stehen Ansprechpartner von 14 bis 16 Uhr bereit, in der Orthopädischen Klinik in Markgröningen wird von 7.30 bis 10.30 Uhr am Eingang gegenüber des Parkhauses und von 11.30 bis 15 Uhr am Haupteingang über Sepsis informiert.

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