Schäferlauf Markgröningen: Unbekannter versprüht Pfefferspray: Polizei sucht Zeugen

Für eine Person endet der Abend im Krankenhaus.
SDMG / Schulz- In Markgröningen wurde bei einer Party am Samstagabend Reizgas versprüht.
- 18 Besucher erlitten leichte Verletzungen, eine Person kam ins Krankenhaus.
- Der Täter floh. Er ist etwa 1,85 Meter groß, hat schwarze Locken und trug Troyer und Basecap.
- Polizei sucht Zeugen: 07145 93270, vaihingen-enz.prev@polizei.bwl.de.
- Ob Pfefferspray oder anderes Reizgas verwendet wurde, ist noch unklar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Markgröninger Bürgermeister Jens Hübner eröffnet zum fünften Mal den Schäferlauf, und es werde „mit jedem Mal schöner“. Am Sonntagabend erreicht man ihn telefonisch, kurz bevor die Schülerinnen und Schüler barfuß über das Stoppelfeld rennen. Jeder Platz auf der Tribüne sei belegt, das Wetter herrlich, die Stimmung ausgelassen.
Nur eine Sache trübte das Heimatfest, das jährlich bis zu 100.000 Besucher anzieht. Am Samstagabend versprühte ein bislang unbekannter Mann Pfefferspray in der Party-Location „Fragezeichen“. Das Fragezeichen findet seit 2003 in der Oberen Kelter statt und wurde von der Landjugend Markgröningen e.V. gegründet. Gespielt werden aktuelle Charts und drinnen sowie an der Außentheke Getränke ausgeschenkt.
Polizei veröffentlicht Täterbeschreibung
Bei dem Zwischenfall mit Reizgas erlitten 18 Personen – acht Männer zwischen 16 und 26 Jahren sowie zehn Frauen zwischen 16 und 32 Jahren – leichte Verletzungen. Die betroffenen Besucher klagten über Reizungen der Atemwege, Husten und Übelkeit und wurden vom Rettungsdienst versorgt. Eine Person wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Der Täter ergriff die Flucht. Die Polizei fahndete nach ihm, konnte ihn allerdings nicht ausfindig machen. Nach Beschreibungen soll er circa 1,85 Meter groß sein und schwarz gelockte Haare haben. Am Samstagabend trug er einen schwarzen Troyer, das ist ein Pullover mit hohem Kragen und kurzem Reißverschluss vorn, und eine Basecap. Zeugenhinweise nimmt der Polizeiposten Markgröningen unter der Telefonnummer 07145 93270 sowie per E-Mail an vaihingen-enz.prev@polizei.bwl.de entgegen.

Der Rettungsdienst war mit sieben Rettungswagen und drei Krankentransportwagen im Einsatz.
SDMG / SchulzWelche Art von Reizgas versprüht wurde, ist bislang nicht bekannt. „Sollte es sich um ein handelsübliches und so deklariertes Tierabwehrspray handeln, so unterliegt dieses nicht den Vorschriften des Waffengesetzes“, sagt eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung. Nach diesem sei es verboten, bei öffentlichen Veranstaltungen Waffen mitzuführen: „Ein Pfefferspray, das dazu bestimmt ist, gegen Menschen eingesetzt zu werden, gilt jedoch als Waffe.“ Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung.