Betrug in Schorndorf: Falsche Bankangestellte erbeuten Tausende Euro

Ein Senior wird am Telefon massiv verunsichert.
IMAGO/Daniel SchäferMit einer raffinierten Betrugsmasche haben sich Unbekannte am Dienstag in Schorndorf das Vertrauen eines Seniors erschlichen und ihn um einen vierstelligen Geldbetrag gebracht. Wie das Polizeipräsidium Aalen mitteilt, gaben sich die Täter als Bankmitarbeiter aus und überzeugten den Mann, ihnen sensible Kontodaten und seine Bankkarte zu überlassen.
Mann verrät IBAN und PIN
Der Vorfall begann gegen 11.30 Uhr mit einem Anruf einer vermeintlichen Bankangestellten. Sie behauptete, es habe einen Betrugsversuch auf das Konto des Mannes gegeben, eine unrechtmäßige Abbuchung sei jedoch bereits verhindert worden. Um das Konto weiter abzusichern, benötige sie die IBAN sowie die PIN des Seniors. Die Betrügerin führte das Gespräch so geschickt, dass der Mann ihr die gewünschten Daten preisgab.
Doch damit nicht genug: Die Anruferin kündigte an, dass ein Bankmitarbeiter persönlich vorbeikommen werde, um die Bankkarte des Geschädigten abzuholen. Kaum hatte sie aufgelegt, klingelte der angebliche Kollege bereits an der Tür. Nichtsahnend übergab der Senior ihm die Karte – ein fataler Fehler. Trotz umgehender Kontosperrung konnte das Täterduo noch einen niedrigen vierstelligen Betrag abheben.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen. Der Abholer der Bankkarte wird als etwa 30 Jahre alt, 165 bis 175 Zentimeter groß, mit kurzen, glatten, dunklen Haaren und dunkler Kleidung beschrieben. Er sprach akzentfreies Deutsch. Personen, die in der Aichenbachstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu dem Täter geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0 73 61 / 58 00 zu melden.
Polizei warnt vor Betrugsmasche
Das Polizeipräsidium Aalen nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut vor solchen Betrugsfällen zu warnen. Gerade ältere Menschen geraten immer wieder ins Visier von Kriminellen, die sich als Bankangestellte, Polizisten oder Verwandte ausgeben.
Die Polizei rät deshalb dringend:
Weitere Informationen und Verhaltenstipps sind auf der Website der polizeilichen Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de abrufbar.
