Brand in Mehrfamilienhaus in Winnenden
: Unbekannte zünden Wäsche an

Nach einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus im Winnender Steinweg mussten acht Bewohner evakuiert werden. Es war nicht der erste Brand in dem Gebäude. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Von
Frank Rodenhausen
Rems Murr Kreis
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Mit mehreren Fahrzeugen und einer Drehleiter ist die Winnender Feuerwehr im Einsatz gewesen.

7aktuell.de/Kevin Lermer/

Wegen eines Brandes in einem Mehrfamilienhaus im Winnender Steinweg ist die Feuerwehr am Freitagabend gegen 22.20 Uhr ausgerückt. In einem Kellerraum hatte ein Wäschehaufen Feuer gefangen.

Bewohner anderweitig untergebracht

Wie die Polizei mitteilte, konnte das Feuer zwar rasch gelöscht werden, die starke Rauchentwicklung hatte das Gebäude aber unbewohnbar. Der Winnender Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, der persönlich vor Ort geeilt war, um sich ein Bild von dem Ausmaß des Feuers zu machen. veranlasste anderweitige Unterbringung der acht Bewohner.

Verletzt wurde niemand, die Schadenshöhe an dem Gebäude konnte bisher noch nicht ermittelt werden.

Polizei geht von Brandstiftung aus

Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass der Wäschehaufen vorsätzlich angezündet wurde. Eine Fahndung nach dem oder den mutmaßlichen Tätern durch mehrere Polizeistreifen blieb indes erfolglos. Die Waiblinger Kriminalpolizei, die die Ermittlungen übernommen hat, bittet um Hinweise an die Rufnummer 07361/5800.

Der Brand in dem Gebäude im Winnender Steinweg ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Zuletzt musste die Feuerwehr erst vor zwei Wochen ausrücken. Im vergangenen Jahr hatte es eine ganze Serie von Bränden in dem Gebäude, das zur Unterbringung von Geflüchteten genutzt wird, gegeben.

Häuser sollten eigentlich abgerissen werden

Eigentlich sind die zwei Häuser am Steinweg in Winnenden als unbewohnbar eingestuft. Die Paulinenpflege will die mehr als 100 Jahre alten, jeweils dreistöckigen Gebäude abreißen lassen und durch moderne Wohnheime ersetzen, wenn es die finanzielle Situation des Sozialunternehmens zulässt, das sich insbesondere auf Hilfsangebote für hörbehinderte Menschen spezialisiert hat.

Nur aus „purer Wohnungsnot“, wie es ein Sprecher der Einrichtung, ausdrückte, waren die Gebäude in den Corona-Jahren wieder teilweise belegt worden. Jeweils drei Notwohnungen waren in den Erd- und Obergeschossen eingerichtet worden, um dort hörbehinderte, beziehungsweise gehörlose Familien aus der Ukraine unterzubringen, die zu Kriegsbeginn nach Winnenden kamen.

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