Drachenbootrennen in Waiblingen: Beamte und Ärzte in einem Boot
Die drohende Unterbesetzung haben die Kreispiraten kurzfristig mit Klinikpersonal aufgefüllt, Landrat Richard Sigel hat sich wegen Trainingsrückstands allerdings auf die Ersatzbank gesetzt und statt zu paddeln das Anfeuern übernommen. Außer dem Landratsamt sind am Samstag 29 weitere Teams beim traditionellen Drachenbootrennen der Waiblinger Rudergesellschaft Ghibellinia auf der Rems angetreten.
16 Paddler und ein Trommler
Firmen wie Stihl oder Kärcher sind schon seit Jahren auf der 250 Meter langen Strecke zwischen dem Luisensteg und dem Bootshaus dabei, aber auch Straßengemeinschaften, Kirchengruppen, Vereine oder Freunde. Eine Voraussetzung muss er-, das Boot gemäß den Vorgaben gefüllt sein: Jede Mannschaft besteht aus 16 Paddlern und einem Trommler.
Die 16. Auflage hat am Samstag wieder an die 1000 Neugierige ans Remsufer gelockt – bis das nachmittägliche Nass von oben den Spaß am Nass unterm Kiel ein wenig trübte. Doch die meisten Teilnehmer fiebern schon jetzt auf das nächste Jahr. Auch das Landratsamt. Die Kombination mit Ärzten und Pflegepersonal hat zwar nicht für einen der vorderen Ränge gereicht, dafür aber harmonietechnisch bestens funktioniert.
Wer hat am Ende die Nase vorn?
Den Sieg im Mixed-Wettbewerb holte das Beinstein-Boat-Racing-Team vor den High Pressure Dragons (Kärcher) und den Energy Dragons (Stadtwerke). Im reinen Männer-Boot hatten die Tigertazzen die Nase vorn vor Stihl Power und den Fellbach Vikings. Bei den Frauen siegten die Black Pearls (Mädels aus Korb) vor den Heißen Sägen (Stihl) und den Beinsteiner Remselfen.
Silke Kleinmann-Sauter vom Organisationsteam konnte am Ende einen reibungslosen Ablauf konstatieren, trotz des Regens musste der Wettbewerb nicht unterbrochen werden.
Nur der Waiblinger Oberbürgermeister bekam am Ende die volle Ladung Wasser ab. Er hatte für einen Sieg der Tigertazzen versprochen, ein Bad in der Rems zu nehmen.







