Marktleiter Fellbacher Herbst: Warum es keine Achterbahn beim Fellbacher Herbst gibt

Der Rummel mit diversen Fahrgeschäften gehört beim Fellbacher Herbst dazu.
Eva SchäferWie der Festplatz rund um die Fellbacher Schwabenlandhalle (Rems-Murr-Kreis) mit Festzelt, Rummel und Gastrobetrieben beim Fellbacher Herbst aufgestellt wird, das plant der Marktleiter Max Seeger. Der Meister für Veranstaltungstechnik organisiert mit seinem Team von der Fellbacher Feel-Veranstaltungsgesellschaft (Feel) zum dritten Mal den Fellbacher Herbst. Er erklärt, was es alles zu beachten gibt.
Herr Seeger, in wenigen Tagen steigt der Fellbacher Herbst mit dem Rummelplatz und tausenden Besuchern. Was müssen Sie bei der Platzierungder Aussteller beachten?

Max Seeger hat auch den 75. Jubiläums-Herbst organisiert.
Foto: Eva SchäferEin wichtiges Thema ist die Versorgung mit Strom. Manche Betriebe brauchen Starkstrom, manche auch nur einen normalen Stromanschluss. Wir haben auf dem Gelände grundsätzlich eine sehr gute Versorgung mit Strom. Der Stromanschluss ist genauso entscheidend wie der Wasseranschluss und die Ableitung des Abwassers. Vor jeder Veranstaltung prüft eine Firma die Wasserqualität. Das ist für die Gastronomiebetriebe wie die Imbisse eine wichtige Grundlage.
Was gibt es bei den Fluchtwegen zu bedenken?
Die Einfahrten zum Festgelände werden mit mobilen Schutzvorrichtungen versehen. Zum einen wird gewährleistet, dass kein unerlaubtes Fahrzeug auf das Festgelände fahren kann. Gleichzeitig sollen die Menschen gut zum Gelände kommen und wieder weggehen können, das gilt es zusammenzubringen.
Das neue Bundesgesetz, das Messer auf dem Rummel verbietet, griff beim vergangenen Herbst noch nicht. Ein Messerschleifer hatte 2024 durch die Messerverbotszone das Nachsehen und musste außen vor bleiben. Wie sieht es dieses Mal aus?
Das neue Bundesgesetz, das am 31. Oktober 2024 in Kraft getreten ist, regelt ein Messerverbot bei Volksfesten, Sportveranstaltungen, Messen, Märkten und anderen Großveranstaltungen. Der Scherenschleifer könnte nach dem neuen Gesetz jetzt wieder teilnehmen, er hat sich aber nicht mehr beim Fellbacher Herbst beworben. Besucherinnen und Besucher dürfen keinerlei Messer mitbringen. Ausgenommen sind Aussteller, Handwerker und Einsatzkräfte auf den Märkten. Es ist eine bundesweit einheitliche Regel, die natürlich auch in Fellbach gilt. Auch der Cannabiskonsum ist auf dem Fellbacher Herbst und bei anderen Großveranstaltungen demnach verboten, da greift grundsätzlich die aktuelle Rechtslage.
Wie kommt die Auswahl der Aussteller zustande?
Wir haben sehr viele Bewerbungen von gastronomischen Betrieben erhalten. Da mussten wir einigen absagen. Vorgabe beim Fellbacher Herbst ist, dass keine branntweinhaltigen Getränke und auch kein Bier ausgeschenkt werden dürfen. Wir würden auch gerne eine Achterbahn zulassen, aber diese passt leider auf dem Festplatz nirgends hin. Wir haben zwei neue große Fahrgeschäfte, eine Überschlagsschaukel und einen Hopser. Grundsätzlich bewerten wir jede Bewerbung nach festen Kriterien, die öffentlich einsehbar sind. Unser Ziel ist es, eine gute Mischung hinzubekommen mit einem Teil der bestehenden Aussteller und neuen Betrieben.
Zur Person: Max Seeger (32) hat 2024 die Leitung des Teams Feste und Märkte der Fellbacher Feel-Veranstaltungsgesellschaft (Feel) übernommen und folgte damit Melanie Mezger nach. Er ist auch für die Organisation des Fellbacher Weihnachtsmarktes, der Fiesta und der Wochenmärkte zuständig. Der Fellbacher Herbst steigt von 10. bis 13. Oktober. Infos unter: www.fellbach.de
