Klima in Waiblingen
: Raus mit dem Schotter: Stadt belohnt grüne Gärten mit bis zu 500 Euro

Ob Dachbegrünung, Regenwasserzisterne oder Entsiegelung: In Waiblingen unterstützt die Stadt Projekte, die bei der Klimaanpassung helfen.
Von
Annette Clauß
Rems Murr Kreis
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Viele Steine, wenig Grün: So sollte ein Garten nicht aussehen.

dpa

Wer hilft, die Stadt besser ans Klima anzupassen, kann in Waiblingen auf einen Zuschuss hoffen. Auch dieses Jahr gibt die Kommune über das Förderprogramm „Klimaanpassung“ Geld für Maßnahmen zur Nutzung von Regenwasser, für Dachbegrünungen, die Entsiegelung von Flächen und den Rückbau von Schottergärten.

Ganz wichtig dabei: Um für ein Vorhaben einen Zuschuss zu bekommen, muss man den Förderantrag, der sowohl auf Papier als auch in digitaler Form erhältlich ist, vor Beginn der Maßnahme an den Stabsbereich Klimaschutz und Umwelt, Kurze Straße 24, 71332 Waiblingen richten. Das geht auch über die Internetseite www.waiblingen.de/klimawandel oder per E-Mail an umwelt@waiblingen.de. Fragen beantwortet das Team unter der Telefonnummer 0 71 51 / 50 01 32 60 oder -32 65. Die pauschale Fördersumme beträgt bis zu 500 Euro pro Maßnahme.

Zisternen helfen, Wasser zu sparen

Trinkwasser und Grundwasser werden immer knapper. Einsparpotenzial bietet beispielsweise der Einbau einer Zisterne, durch die Regenwasser als Brauchwasser oder zur Gartenbewässerung genutzt werden kann. Grauwasser, das etwa im Badezimmer anfällt, kann durch den Einbau einer Grauwasseranlage, die das Wasser säubert, erneut genutzt werden, beispielsweise für die Toilettenspülung.

Durch den Bau von Rigolen, einem unterirdischen Speichersystem, und die Entsiegelung von Flächen lässt sich der Abfluss von Regenwasser verlangsamen und die Versickerung fördern. Dadurch wird die Neubildung von Grundwasser erhöht und die Kläranlagen werden durch die Zuleitung von sauberem Wasser entlastet.

Geld für Flachdachbegrünung

Förderfähig sind zudem Projekte, die mehr Grün in die Stadt bringen. So lohnt sich die Antragstellung für alle, die eine Flachdachbegrünung in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage auf einem Wohnhaus planen. Bezuschusst wird eine Fläche von mindestens zwölf Quadratmetern.

Wichtig dabei ist, dass das Vorhaben nicht ohnehin zwingend vorgeschrieben ist. Den Antrag können Eigentümer, Eigentümergemeinschaften und Verwaltungen mit Verwaltervertrag stellen. Auch Gartenbesitzer, die einen Schottergarten zurückbauen, können eine Förderung erhalten. Dafür müssen aber mindestens sechs Quadratmeter entsiegelt werden.

Mehr zum Thema unter: www.waiblingen.de/klimawandel

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