Kulturprogramm in Waiblingen: Kräftiges Plus bei den Abozahlen

Hörenswertes Chaos: Im Chaos String Quartet spielt die Waiblingerin Susanne Schäffer (2. v.l.) die 1. Violine. Im Februar tritt das Streichquartett im Büze auf.
Veranstalter/Andrej GrilcManchmal dauert es Jahre bis zum Erfolg. Jennifer Lindenberger ist für die Planung des Kulturprogramms im Bürgerzentrum Waiblingen verantwortlich – und muss bei gefragten Künstlern immer wieder nachhaken, bis es mit einem Auftritt in Waiblingen klappt. So etwa beim achtköpfigen britischen Vokalensemble Voces8, das sie einmal bei einem Konzert in der Stuttgarter Stiftskirche erlebt hat und unbedingt ins Bürgerzentrum holen wollte. „Da war ich lange dran – jetzt haben wir sie endlich“, sagt Jennifer Lindenberger erfreut.
Am 24. November ist das weltweit gefeierte Ensemble in Waiblingen mit seinem Programm „Stardust“ zu Gast. Wer dabei sein will, sollte sich rasch um Karten kümmern, denn diese gehen weg wie nichts. „Wir können aber noch etwas Platz schaffen, indem wir zwei zusätzliche Reihen einschieben“, sagt Jennifer Lindenberger.
Programmheft im neuen Look
Im Kulturamt freuen sich Amtsleiter Thomas Vuk und sein Team auch über die positive Entwicklung bei den Abonnements. „Wir haben zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder steigende Zahlen, rund hundert Abos sind dazugekommen“, sagt Thomas Vuk. Auch der Vorverkauf sei deutlich gestiegen. Eine Rolle spiele da sicherlich das Programmheft, das für die aktuelle Spielzeit komplett neu gestaltet wurde: große Porträts der Künstlerinnen und Künstler plus Texte, die Lust auf das jeweilige Kulturevent machen.
Für Musikfans interessant sind beispielsweise das Konzert der Stuttgarter Philharmoniker mit dem in Stuttgart geborenen Bariton Justin Austin (6. Dezember), der Auftritt des deutsch-irischen Geigers Daniel Hope (29. Januar) oder das Konzert des Chaos String Quartet am 7. Februar, in dem die aus Waiblingen stammende Susanne Schäffer die 1. Violine spielt.
Schauspieler trifft Klangzauberer

Peter Lohmeyer liest Hemingway.
Foto: Veranstalter/Edith HeldMusik und Text gehen bei der Konzertlesung von Hemingways Novelle „Der alte Mann und das Meer“ am 10. Oktober Hand in Hand: Der Schauspieler Peter Lohmeyer rezitiert, der „Klangzauberer“ Johannes Fischer liefert den Sound. Das Waiblinger Kammerorchester tritt am 16. März mit Raritäten wie dem Oboenkonzert von Richard Strauss auf. Für Opernfans bringt die Städteoper Südwest Verdis „Aida“ auf die Bühne (10. April).
Ziemlich schrill, mit viel schwarzem Humor, geht es in Peter Jordans Komödie „Marie-Antoinette – oder Kuchen für alle“ am 14. November zur Sache. Anna Thalbach spielt die Königin, die in dem Stück seit 15 Jahren auf ihre Hinrichtung wartet. „Das Stück ist wirklich böse“, sagt Jennifer Lindenberger. In neuer Form kommt auch Wagners Oper „Tristan und Isolde“ daher – als Tanzstück mit Livemusik.
Als weiterer Klassiker steht Friedrich Schillers „Don Karlos“ auf dem Spielplan (20. Januar). Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ ist in Waiblingen am 20. März als zirzensisches Schauspiel-Spektakel zu sehen. Der Weltreisende Phileas Fogg ist in dieser Version eine Zirkusdirektorin, weshalb bei seinem Wettlauf gegen die Zeit auch artistische Elemente wie Akrobatik und Kontorsion eine Rolle spielen werden.
Das komplette Programm unter: www.buergerzentrum-waiblingen.de