Lesung in der Stadtbücherei: Bachmann-Preisträgerin Helga Schubert kommt nach Fellbach

Helga Schubert liest am 26. Oktober in Fellbach.
Eddy Zimmermann (Rabauke Filmproduktion)- Helga Schubert liest am Montag, 26. Oktober, um 19 Uhr in der Stadtbücherei Fellbach.
- Sie stellt das neue Buch „Die Woche danach“ vor – eine der ersten Lesungen dazu.
- Im Gespräch mit der SWR-Redakteurin Silke Arning geht es um ihr Leben und Schreiben.
- Zudem präsentiert sie „Luft zum Leben“, Texte aus sieben Jahrzehnten mit DDR-Alltag.
- Karten gibt es beim i-Punkt Fellbach, Telefon 0711/580058. Eintritt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenige Wochen vor ihrer bundesweit beachteten Schillerrede am 8. November im Literaturarchiv Marbach kommt die renommierte Autorin Helga Schubert nach Fellbach. Auf Einladung der Kulturgemeinschaft Fellbach (KGF) liest sie am Montag, 26. Oktober, um 19 Uhr in der Stadtbücherei. Es sind schon etliche Karten weg, Interessenten sollten also nicht mehr lange warten.
Ganz aktuell teilt die KGF mit, dass Schubert auch aus ihrem erst vor wenigen Tagen, nämlich am 8. Oktober, neu erscheinenden Buch „Die Woche danach“ lesen wird. Damit ist ihr Fellbacher Gastspiel nach einer Veranstaltung in Frankfurt am 8. Oktober mit dem in Fellbach ebenfalls nicht unbekannten Literaturkritiker Denis Scheck und einer Buchpremiere am 18. Oktober im Berliner Ensemble (sowie einem Auftritt bei der Frankfurter Buchmesse) deutschlandweit die dritte Lesung mit dem neuen Buch.
Alltagserfahrungen aus der DDR
Die hochgeschätzte und vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin unterhält sich mit SWR-Redakteurin Silke Arning über ihr Leben und ihr Schreiben. Zudem stellt die 86-Jährige ihren Sammelband „Luft zum Leben. Geschichten vom Übergang“, vor, in dem sie Texte aus sieben Jahrzehnten zusammengestellt hat, die beobachtungsstark und ohne Pathos Alltagserfahrungen vor allem in der DDR dokumentieren. Und auch das Leben einer Frau, die sich in Zeiten der Repression eine innere Freiheit und einen klaren Verstand bewahrte.
Sie wurde wegen „staatsgefährdender Hetze und Diversion“ von der Stasi bespitzelt und war 1989 parteilose Sprecherin des zentralen Runden Tischs in Ostberlin. Bereits in den 1960ern begann die praktizierende Psychologin und Psychotherapeutin zu schreiben und veröffentlichte seit 1975 in der DDR stilistisch präzise Prosatexte, auch Kinderbücher, Drehbücher und Theaterstücke.
Groß war die allgemeine Überraschung und Begeisterung, als Helga Schubert im Alter von 80 Jahren den Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt, der in der Regel an jüngere Autoren geht. Ihr ausgezeichneter Text „Vom Aufstehen“, der von einer zerrissenen Kindheit handelt, machte Furore ebenso wie die gleichnamige Geschichtensammlung, die mit lakonischer Dringlichkeit um Erfahrungen der Nachkriegsgeneration kreist.
Die Lesung mit Gespräch ist eine Kooperation der Kulturgemeinschaft mit der Stadtbücherei Fellbach. Karten sind beim i-Punkt Fellbach erhältlich, Telefon 0711/580058. Der Eintritt beträgt 10 Euro, für Schüler, Studierende, Menschen mit Handicap 5 Euro.
