Lesung in Fellbach
: Sandra Hoffmann blickt zurück auf den Deutschen Herbst 1977

Die Mörike-Förderpreisträgerin des Jahres 2009 stellt ihren aktuellen Roman „Mogadischu“ am Dienstag, 20. Oktober, im Stadtmuseum Fellbach vor.
Von
Dirk Herrmann
Fellbach
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Sandra Hoffmann liest am 20. Oktober in Fellbach aus ihrem Roman "Mogadischu".

Autorin Sandra Hoffmann verknüpft Familiengeschichte und Zeitgeschichte.

Jürgen Bauer
  • Lesung in Fellbach: Sandra Hoffmann stellt am Dienstag, 20. Oktober, „Mogadischu“ vor.
  • Der Roman verknüpft Familiengeschichte und Deutschen Herbst 1977 – Entführung der „Landshut“.
  • Plot: Mutter und fünfjähriger Sohn verschwanden 1977 im Italienurlaub, Tochter sucht Erklärungen.
  • 47 Jahre später trifft Friederike ihren Neffen Tim, Klimaaktivist der Letzten Generation.
  • Beginn 19 Uhr im Stadtmuseum Fellbach, Moderation: Christina Raptis, Karten kosten fünf Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Den Förderpreis des Fellbacher Mörike-Preises erhielt Sandra Hoffmann im Jahr 2009, als sie vom seinerzeitigen Preisträger Ernst Augustin dazu auserkoren wurde. Das damit verbundene Preisgeld lag bei 3000 Euro – und das, obwohl Hoffmann bekannte: „Mörike verstört mich und zählt nicht zu meinen Hausheiligen.“ Jetzt kommt die 59-Jährige erneut nach Fellbach (Rems-Murr-Kreis): Am Dienstag, 20. Oktober, stellt sie im Stadtmuseum ihr neues Werk „Mogadischu“ vor.

Darin geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, fast 50 Jahre in die Vergangenheit: Es geht um einen Italienurlaub 1977 – und um den damaligen, sogenannten Deutschen Herbst. Das rätselhafte Verschwinden von Mutter und Bruder und die Entführung des Flugzeugs „Landshut“ nach Mogadischu. Hoffmanns brandneuer, ebenso fesselnder wie eindrücklicher Roman ist Familiengeschichte und Zeitgeschichte zugleich.

Die Mutter und ihr fünfjähriger Sohn verschwinden spurlos

Zum Inhalt: Im Sommer 1977 verschwinden während eines Italienurlaubs eine Mutter und ihr fünfjähriger Sohn Kornelius spurlos. Zurück bleiben der Vater, der keine Worte findet, und die elfjährige Tochter Fritzi, die zu viele hat. Sie wartet auf eine Erklärung. Es gibt keine.

Da beginnt sie, sich selbst eine zu bauen: aus Blicken, aus Andeutungen, aus den Bildern der Tagesschau. Draußen hält der Deutsche Herbst das Land in Atem. Fahndungsplakate, Sondersendungen, die Entführung der „Landshut“ nach Mogadischu – für Fritzi wird jede Meldung zur möglichen Spur.

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47 Jahre später ist Friederike Innenarchitektin und trifft nach dem Tod ihres Bruders Kornelius zum ersten Mal dessen Sohn Tim: Er ist 20 Jahre alt und Klimaaktivist der Letzten Generation. Zwischen Tante und Neffe entsteht eine fragile Gemeinschaft: zwei Gegenwarten und ein vorsichtiges neues Sprechen.

Die Lesung beginnt um 19 Uhr im Stadtmuseum Fellbach in der Hinteren Straße 26. Die Moderation des Abends übernimmt die Literaturwissenschaftlerin Christina Raptis. Karten für fünf Euro gibt es im Vorverkauf beim i-Punkt im Rathaus Fellbach, Telefon 0711 / 58 00 58, sowie an der Tageskasse.