Polizei veranlasst Testeinkäufe: Wie leicht kommen Jugendliche in Schorndorf an Alkohol und Tabak?

Wie leicht kommen Jugendliche in Schorndorf an alkoholische Getränke? Testeinkäufe der Polizei überprüften das (Symbolfoto).
imago images/Elmar Gubisch- Polizei und Stadt Schorndorf testeten Jugendschutz bei Alkohol und Tabak.
- 57 Verkaufsstellen wurden von sieben Jugendlichen auf Einhaltung geprüft.
- In 18 Geschäften gab es Verstöße: 12 Mal Hochprozentiges, 6 Mal Tabakwaren.
- Fast jeder dritte Versuch führte zum unerlaubten Verkauf – 39 Läden handelten korrekt.
- Gegen 18 Verantwortliche laufen Bußgeldverfahren, weitere Aktionen sind angekündigt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Halten Supermärkte, Kioske, Tabakshops und Tankstellen die geltenden Jugendschutzvorschriften ein? Um das zu überprüfen, hat das Polizeirevier Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) am Mittwoch zusammen mit der Stadt Schorndorf Alkohol- und Tabak-Testkäufe in der Stadt durchgeführt. Laut einer Mitteilung der Polizei hatte die Aktion zum Ziel, Verkäuferinnen und Verkäufer für bestehende Altersbeschränkungen und die damit einhergehenden Verbote des Erwerbs von Alkoholika und Tabakwaren durch Jugendliche zu sensibilisieren.
Insgesamt seien in 57 Verkaufsstellen durch die sieben jugendlichen Testkäufer entsprechende Käufe durchgeführt worden. In 18 Geschäften sei gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen worden. In zwölf Fällen sei hochprozentiger Alkohol, in sechs Fällen seien Tabakwaren an die Jugendlichen Testkäufer herausgegeben worden. Somit seien die Jugendlichen bei fast jedem dritten Versuch an entsprechende Waren gelangt. Nach Abschluss der Testkäufe wurden die jeweiligen Verkäufer sowie die Filialleitungen informiert. Hierbei konnte dieses Mal immerhin 39 Verkaufsstellen richtiges Verhalten bescheinigt werden.
Gegen die 18 Verantwortlichen, die das Jugendschutzgesetz ignoriert hätten, hat die Polizei Bußgeldverfahren eingeleitet. Insgesamt seien die Testkäufe positiv aufgenommen worden.
Der Leiter des Schorndorfer Polizeireviers, Stephan Schlotz, kündigte bereits an, derartige Testkaufaktionen auch künftig – insbesondere auch im Hinblick auf anstehende Festveranstaltungen – zu veranlassen.
