Radweg Waiblingen/Remseck
: Remstalweg zwischen Waiblingen und Remseck wieder offen – aber nur auf Zeit

Pünktlich zu Ostern kehrt Leben auf den Remstalweg zurück: Nach monatelanger Sperrung ist ein zentraler Abschnitt wieder offen – doch die Lösung bleibt fragil.
Von
Frank Rodenhausen
Rems Murr Kreis
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Der Remstalweg auf dem Abschnitt zwischen Waiblingen-Hohenacker und Remseck wird wieder für Fußgänger und Radverkehr geöffnet.

Dirk Herrmann

Es ist ein Comeback mit Vorsicht: Gerade rechtzeitig zum Start in die Rad- und Wandersaison ist der Remstalweg zwischen Waiblingen-Hohenacker und Remseck wieder passierbar. Nach Monaten der Sperrung sollen ab Samstag wieder Fahrräder rollen, Spaziergänger zurückkehren können. Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich allerdings nur um eine Interimslösung.

Die Schäden waren gravierend. Hochwasser und Starkregen hatten den Weg 2024 unterspült, ihn stellenweise schlicht weggespült. Nun wurde notdürftig gesichert, zurückgeschnitten, beschildert. Der Weg ist schmaler geworden – und verlangt mehr Aufmerksamkeit von denen, die ihn nutzen.

Remstalweg als Kompromiss zwischen Nutzung und Naturschutz

Landrat Richard Sigel spricht von einer „doppelten Freude“: 30-Jahr-Jubiläum Remstal-Tourismus, dazu die Rückkehr eines beliebten Freizeitwegs. Doch zwischen den Zeilen klingt auch Mahnung: Tempo drosseln, Rücksicht nehmen, Engstellen beachten. Der Weg ist kein Selbstläufer mehr, sondern ein Kompromiss zwischen Nutzung und Naturschutz.

Denn das Umfeld ist sensibel. FFH-Gebiet, Landschaftsschutz – Eingriffe bleiben begrenzt. Die Sicherung erfolgte bewusst hangseitig, nicht am geschützten Ufer. Ein Balanceakt zwischen Erholung und Ökologie.

Neue Trasse für Remstalweg in Planung: Zukunftslösung gesucht

Die eigentliche Lösung liegt ohnehin in der Zukunft. Diskutiert wird eine neue Trasse – womöglich mit Brücke auf die andere Flussseite. Fördergelder stehen bereit, die Planungen laufen. Bis dahin bleibt der jetzige Zustand ein Provisorium mit Ablaufdatum.

Und selbst jetzt ist nicht alles frei: Wegen Bauarbeiten bleibt ein weiterer Abschnitt bis mindestens Ende Juni gesperrt, Umleitungen führen über die andere Remsseite.

Was bleibt, ist ein vorsichtiger Aufbruch: 80 Kilometer Remstal, Weinberge, Obstwiesen – und ein Weg, der wieder verbindet. Aber einer, der daran erinnert, wie verletzlich Infrastruktur ist, wenn das Wasser kommt.

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