Regionalexpress im Remstal: Schaf auf Abwegen legt Bahnstrecke lahm

Ein Schaf hat einen Ausflug auf die Bahngleise bei Lorch mit dem Leben bezahlt (Symbolbild).
dpa/Peter Kneffel- Ein ausgebüxtes Schaf bremste bei Lorch einen Regionalexpress aus und wurde erfasst.
- Der Lokführer leitete bei rund 140 km/h eine Schnellbremsung ein – die Distanz reichte nicht.
- Zug und etwa 150 Fahrgäste blieben unbeschädigt, verletzt wurde niemand.
- Die Strecke war rund 80 Minuten gesperrt, es kam zu Verspätungen und Einschränkungen.
- Gegen den 38-jährigen Halter ermittelt die Bundespolizei wegen gefährlichen Eingriffs.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als der Regionalexpress am Freitagabend mit hoher Geschwindigkeit durch das Remstal fährt, ahnt noch niemand im Zug, dass wenige Sekunden später ein Schaf den Bahnverkehr ausbremsen wird.
Gegen 17.45 Uhr entdeckt der Lokführer auf Höhe von Lorch das Tier auf den Gleisen. Der Regionalexpress ist zu diesem Zeitpunkt mit rund 140 Stundenkilometern unterwegs. Sofort leitet der Triebfahrzeugführer eine Schnellbremsung ein. Doch die Distanz reicht nicht mehr aus. Der Zug erfasst das Schaf.
Zug erfasst und tötet das Schaf
Wie die Bundespolizei mitteilt, blieb der Zug trotz des Zusammenstoßes unbeschädigt. Auch die rund 150 Fahrgäste an Bord kamen nach bisherigen Erkenntnissen mit dem Schrecken davon. Verletzt wurde niemand. Für das Schaf hingegen endet der Ausflug auf die Gleise tödlich.
Warum das Tier überhaupt auf die Bahnstrecke gelangte, war zunächst unklar. Die Ermittlungen führten die Beamten jedoch schnell zu einer Weide, die unmittelbar an die Strecke zwischen Stuttgart und Crailsheim grenzt.
Nach aktuellem Stand war das Schaf dort ausgebüxt und hatte sich auf die Gleisanlagen verirrt. Die Folgen waren erheblich: Wegen des Unfalls musste die Strecke rund 80 Minuten lang gesperrt werden. In dieser Zeit kam es zu Verspätungen und Einschränkungen im Bahnverkehr.
Polizei ermittelt gegen Schafhalter
Für Pendler und Reisende bedeutete das Warten, Umplanen und Geduld haben – mitten im beginnenden Wochenendverkehr.
Die Bundespolizei hat inzwischen Ermittlungen gegen den 38 Jahre alten Schafhalter aufgenommen. Ihm wird ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen. Die Ermittler prüfen nun, wie das Tier die Weide verlassen konnte und ob mögliche Sicherungspflichten verletzt wurden.
