Rems-Murr-Kreis: Mehrere Fälle von Unfallflucht an einem Tag und gezielte Fußtritte gegen Autos

Ein kurzer Streifkontakt – und der Verursacher verschwindet: Wie hier an einem beschädigten Außenspiegel bleiben im Rems-Murr-Kreis immer wieder Unfallspuren zurück, ohne dass sich jemand meldet (Symbolfoto).
imago images / Daniel SchäferEs sind oft nur Sekunden: ein Streifen am Außenspiegel, ein dumpfer Stoß, ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – und dann das Wegfahren. Gleich mehrere solcher Vorfälle listet der aktuelle Polizeibericht aus dem Rems-Murr-Kreis auf.
Wie das Polizeipräsidium Aalen mitteilt, traf es in Murrhardt einen geparkten VW Golf in der Karlstraße. Am Dienstag zwischen 14 Uhr und 22.50 Uhr blieb ein unbekannter Verkehrsteilnehmer vermutlich beim Vorbeifahren am Seitenspiegel hängen. Der Schaden: mehrere Hundert Euro. Der Verursacher? Verschwunden, ohne sich zu kümmern.
Fahrerflucht in Winnenden und Welzheim: Schäden und Ärger
Ein ähnliches Bild zeigte sich in Winnenden-Höfen. Im Brunnenweg wurde ein geparkter Fiat beschädigt, am Dienstag irgendwann zwischen Vormittag und Mittag. Rund 800 Euro Schaden, kein Hinweis auf den Täter.
Auch in Welzheim blieb es nicht bei einem Einzelfall: In der Lisztstraße wurde am Montag zwischen 7 und 15 Uhr ein Mazda ramponiert, der Schaden liegt bei etwa 1000 Euro. Und als wäre das nicht genug, traf es am Dienstag zwischen 7.45 und 16.40 Uhr in der Robert-Koch-Straße einen weiteren Wagen, diesmal einen Kia. Wieder: niemand blieb stehen.
Die Muster gleichen sich. Enge Straßen, parkende Autos, flüchtige Begegnungen – und am Ende Fahrer, die ihre Verantwortung ignorieren. Für die Betroffenen bedeutet das nicht nur Ärger, sondern oft auch Kosten und Aufwand.
Zerstörungswut in Schorndorf: Autos in 15 Minuten demoliert
Doch nicht alle Schäden entstehen im Straßenverkehr. In Schorndorf-Schornbach ging jemand gezielt vor: Im Tobelweg wurden am frühen Dienstagnachmittag zwei geparkte Autos innerhalb von nur 15 Minuten durch Fußtritte beschädigt. Der Sachschaden summiert sich auf rund 1600 Euro. Hier war es keine Unachtsamkeit – sondern offenbar pure Zerstörungswut.
Die Polizei hat in allen Fällen Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise.
