Schockanruf in Korb: 84-Jährige übergibt Bargeld und Gold an Betrüger

Eine Seniorin hat einem Unbekannten nach einem Schockanruf Geld und Gold übergeben (Symbolfoto).
dpa- In Korb fiel eine 84-Jährige auf einen Schockanruf herein und übergab Geld und Gold.
- Eine weinende „Schwiegertochter“ meldete einen Unfall – danach sprach eine falsche Polizistin.
- Die Frau zahlte gegen 13.15 Uhr eine angebliche Kaution an einen Abholer in mittlerer fünfstelliger Höhe.
- Der Mann: etwa 1,90 m groß, rund 40, dunkle Kleidung, kurze dunkelbraune Haare, schwarze Sonnenbrille.
- Kripo Waiblingen ermittelt – Zeugenhinweise unter 07361/5800; Polizei warnt vor solchen Anrufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine 84 Jahre alte Frau ist in Korb (Rems-Murr-Kreis) Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Nach Polizeiangaben erhielt sie im Verlauf des Donnerstags gegen 11 Uhr einen Anruf einer vermeintlichen Schwiegertochter. Die Anruferin schilderte weinend, sie habe jemanden angefahren.
Anschließend wurde das Telefon laut Polizeibericht an eine angebliche Polizeibeamtin weitergegeben. Diese behauptete, die Inhaftierung der angeblich beteiligten Angehörigen könne nur durch die Zahlung einer Kaution verhindert werden.
Die 84-Jährige übergab daraufhin gegen 13.15 Uhr Bargeld und Gold im Wert eines mittleren fünfstelligen Eurobetrags an einen Abholer. Der Mann soll etwa 1,90 Meter groß und rund 40 Jahre alt gewesen sein. Nach Polizeiangaben trug er ein dunkles Oberteil, möglicherweise eine Jacke, sowie eine dunkle Stoffhose. Außerdem hatte er kurze, dunkelbraune Haare, eine schwarze Sonnenbrille und eine umgehängte Aktentasche. Anschließend soll er in ein Taxi gestiegen sein.
Die Kriminalpolizei Waiblingen hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07361/5800 zu melden.
Polizei warnt vor Schockanrufen
Die Polizei rät, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen. Das sei nicht unhöflich, sondern ermögliche Betroffenen, durchzuatmen und sich neu zu sortieren. Danach sollten sie eine Person ihres Vertrauens unter einer ihnen bekannten Telefonnummer kontaktieren.
Persönliche und finanzielle Verhältnisse sollten zudem niemals am Telefon offengelegt werden. Geld oder Wertgegenstände sollten Betroffene grundsätzlich nicht an Unbekannte übergeben. Kommt ein Anruf verdächtig vor, soll sofort die Polizei über die 110 informiert werden. Wer bereits Opfer geworden ist, sollte sich auf jeden Fall an die Polizei wenden.
Zudem empfiehlt die Polizei, sich gedanklich auf solche Anrufe vorzubereiten. Innerhalb der Familie oder mit weiteren Angehörigen und Freunden könne ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon vereinbart werden. Auch der Telefonbucheintrag könne geändert werden, indem der Vorname gekürzt oder gestrichen wird; gegebenenfalls könne der gesamte Eintrag gelöscht werden.
