Schorndorf/Spiegelberg: Kind verletzt, Drogenverdacht und ein mutmaßlich falscher Führerschein

Bei Spiegelberg will ein Autofahrer einem Reh ausgewichen sein (Symbolbild). Doch ein ganz anderes Detail macht seinen Unfall brisant.
IMAGO/Herrmann AgenturfotografieAm Donnerstagnachmittag gerät eine Autofahrt in Schorndorf aus der Spur. Eine 37-Jährige kommt gegen 16 Uhr mit ihrem Wagen von der Göppinger Straße ab, prallt gegen ein Straßenschild. Im Auto: ein sechsjähriges Kind, das sich leicht verletzt.
Ein schneller Test vor Ort bringt laut Angaben des Polizeipräsidiums Aalen ein weiteres Detail ans Licht: Der Verdacht auf Drogenkonsum bestätigt sich. Die Konsequenzen folgen unmittelbar: Blutprobe, Führerschein weg.
Es ist ein Szenario, das im Rems-Murr-Kreis nicht selten vorkommt: Kontrollverlust, ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – und plötzlich steht mehr auf dem Spiel als nur ein beschädigtes Verkehrsschild. Besonders brisant: Im Auto sitzt ein Kind.
Unfall auf L1117: Ausweichmanöver endet mit Totalschaden
Am Abend desselben Tages, rund 40 Kilometer entfernt, ein anderer Unfall – und doch ein ähnlicher Beigeschmack. Auf der Landesstraße 1117 zwischen Nassach und Bernhalden weicht ein 32-Jähriger eigenen Angaben zufolge einem Reh aus. Sein VW verlässt die Fahrbahn, kracht gegen eine Gabionenwand. Der Schaden: rund 15.000 Euro, das Auto ein Fall für den Abschleppdienst.
Doch damit endet die Geschichte nicht. Während der Unfallaufnahme wächst bei den Beamten ein Verdacht: Der Mann könnte gar keinen gültigen Führerschein besitzen. Das Dokument, das er vorzeigt, wirkt auf den ersten Blick wie eine Fälschung. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet.
