„Shopping Queen“ Stuttgart
: Vize-Titel für den Paradiesvogel

Ayse Caliskan aus Fellbach hatte sich mehr ausgerechnet. Michaela Häffner aus Waiblingen ist Fünfte – und Schlusslicht bei dem TV-Format des Senders Vox. Die letzte Sendung hatte einige Überraschungen parat.
Von
Dirk Hermann
Rems Murr Kreis
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  • Rang 2 für Ayse Caliskan bei Shopping Queen in Stuttgart

    /Screenshot Vox/RTL+
  • Auch bei den Dreharbeiten ist Ayse Caliskan immer gut gelaunt.

    privat/
  • Beim Posing im Salon mit sensationellen Absätzen – bei der Arbeit trägt sie sonst flachere Schuhe – steht sie vor einem bunten Gemälde des Fellbacher Künstlers Meinrad Hoyer.

    Dirk Herrmann/
  • Selfie an der Wand mit Brad Pitt

    Dirk Herrmann/
  • Die Fotogalerie mit vielen Stars in Ayse Caliskans Salon

    Dirk Herrmann/
  • Mit diesem Pfauenkostüm nahm sie 2021 am Christopher Street Day in Stuttgart teil.

    Frank Eppler
  • Mode-Fotoshooting auf dem Fellbacher Kappelberg im Jahr 2021

    Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel
  • Bei der Arbeit während Corona-Einschränkungen

    Gottfried Stoppel
  • Aufnahme bei einer Umfrage im Oktober 2018: „Das Leben ist kurz und oft ernst. Da ist es doch toll, dass wir so frei sind, dass wir feiern können, was wir wollen.“

    Patricia Sigerist/
  • So war’s ganz am Anfang: Bei der Arbeit im Salon im Jahr 2003.

    Archiv/
  • Blaue Bluse und weißer Rock

    Screenshot Vox/RTL+/
  • Michael Häffner aus Waiblingen mit ihrem Ibiza-Look – leider ein wenig „Thema verfehlt“, so das Urteil bei „Shopping Queen“.

    Screenshot (Vox/RTL+)/
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Am Ende haben nur zwei Punkte gefehlt: Ayse Caliskan aus Fellbach hat den Titel „Shopping Queen von Stuttgart“ knapp verfehlt. Bei der am Freitagnachmittag vom Sender Vox ausgestrahlten, entscheidenden Sendung erhielt sie von Star-Designer Guido Maria Kretschmer neun von zehn möglichen Punkten. Da die 48-Jährige allerdings bei den täglichen Shows in dieser Woche durch das Votum ihrer vier Mitstreiterinnen einen Punkt hinter der Hauptkonkurrentin Anja lag und diese letztlich vom Modekönig mit der Höchstpunktzahl 10 bedacht wurde, musst sich Ayse mit Rang 2 begnügen.

Als „Femme fatal“ auf dem roten Teppich

Mit ihrer sympathisch übersprudelnden und quirligen Art hätte die Fellbacher Friseurin die Top-Platzierung verdient gehabt. Das zeigte sich bereits in der am Dienstag ausgestrahlten Folge, in der Ayse Caliskan im Mittelpunkt stand. Wie ein Wirbelwind rauschte sie durch ein Stuttgarter Shopping Center, während gleichzeitig das restliche Bewerberinnen-Quartett den Weg „aus der Schwabenmetropole in den gemütlichen Vorort Fellbach“, so der Kommentar des Sprechers, zurücklegte und in der Hinteren Straße ihren Friseursalon und ihre Wohnung einen Stock drüber durchstöberte. Natürlich bewunderten sie die vielen Selfies mit Jon Bon Jovi oder Paul McCartney an der Wand und fanden genug Material, um mit wilden Kleidern und gewagten Stilettos als „Femme fatal“ selbst eine flotte Modenschau auf dem roten Teppich zu absolvieren.

Die vom Filmteam bei der Shoppingtour gemachten Aufnahmen kommentierte in sanft ironischer, mit einigen frechen Sprüchen garnierten Art.

„Cool und classy – Finde den perfekten Look rund um deine neue Sommerbluse“, so lautete das Motto, unter dem sich die Kandidatinnen binnen vier Stunden für 500 Euro neu einkleiden und stylen lassen durften. Beraten von ihrer offenkundig ebenso energiegeladenen und grün-rot-pink angezogenen Freundin Chrisi („Wir haben beide Feuer“) inspizierte Ayse Caliskan im Schnelldurchlauf Blusen, Hosen, Röcke, Handtaschen oder Schuhe.

„Wunderschöne Frau auf einer Jacht in Cannes“

„Sie ist eine Frau, die sich gerne inszeniert“, urteilte Guido über die Fellbacherin, deren Maße (Körpergröße 1,68 Meter, 64 Kilo, Kleidergröße 38/40, Schuhgröße 40) nun einem Riesenpublikum geläufig sind. „Sie sieht aus wie die junge Schwester von Lady Gaga oder wie Faye Dunaway in ihren besten Jahren“, schwärmte der Styling-Kritiker, „wie eine tolle, aufregende Frau, wunderschöne Frau auf einer Jacht in Cannes.“ Die blaue Bluse kostete nur 26 Euro, für 2,90 Euro ergatterte sie eine Sonnenbrille, die Haare machte sie natürlich selbst, sodass vom Budget am Ende sogar noch 134,15 Euro übrig waren. Eine gewisse Enttäuschung über den Vizetitel konnte Ayse am Ende nicht verbergen: „Ich hatte schon gedacht, das es der erste Platz ist.“

Weit entfernt vom Thron ist Michaela Häffner aus Waiblingen. Die 57-jährige zweifache Großmutter ist Harley-Davidson-Fan und auf Schönheitsbehandlungen spezialisierte Heilpraktikerin („Schlauchbootlippen mache ich nicht“), vergriff sich allerdings wegen der angepeilten Kaschierung ihres laut Selbsteinschätzung „großen Busens“ in der Blusenwahl. „Das ist eine Tunika, keine Bluse“, sagte Kretschmer leicht tadelnd. So hatte sie das Modethema trotz „abgefahrenen Ibiza-Looks“ etwas verfehlt. Am Ende blieb der fünfte und somit hinterste Platz.

Stuttgart? „Die wildeste Stadt Europas“

Überraschende Kommentare über die Landeshauptstadt entlockte Kretschmer übrigens der Auftritt von Michaela Häffners beiden Stylisten, einer mit polierter Glatze und einer mit hochgesteckten Mini-Pferdeschwänzchen im Haar: „Was ist denn da los in Stuttgart? Das ist doch die wildeste Stadt Europas, eine meiner Top-Modestädte.“

Wiederholung Die entscheidende Stuttgarter „Shopping-Queen“-Folge ist am Montag, 3. Juli, um 12 Uhr erneut auf Vox zu sehen.

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