Unverpackt-Laden Waiblingen: Genossenschaft soll Unverpackt-Laden übernehmen

Martina Mohr (links) und Uta Grasmannsdorf haben den Unverpackt-Laden in Waiblingen gegründet.
Gottfried StoppelOhne Plastik und mit möglichst wenig Verpackung will der Waiblinger Unverpackt-Laden B:ohne seine Waren an die Kundschaft weitergeben. Martina Mohr und Uta Grasmannsdorf, die Gründerinnen und Betreiberinnen des kleinen Ladens beim Alten Postplatz, haben in den vergangenen Jahren so manche Krise gemeistert – mit der Unterstützung treuer Kundinnen und Kunden.
Weil Uta Grasmannsdorf mehr Zeit für ihre Familie braucht, möchte sie die Geschäftsführung nun aber abgeben. Martina Mohr würde gerne weiter im Laden arbeiten, allerdings als angestellte Kraft. So ist die Idee entstanden, dass eine Genossenschaft den Laden kauft und mit den etablierten Lieferanten weiter betreibt. Auch die Laufkundschaft und Nicht-Mitglieder sollen weiter im Laden einkaufen können. Die Hoffnung ist, dass der Laden mithilfe der Genossenschaft künftig auch mehr Außenwirkung erreichen kann.
Infoflyer für Werbekampagne
Bei einem Informationsabend am Mittwoch, 19. März, soll nun der Startschuss für die Kampagne fallen, mit der genügend Mitglieder für den Erhalt der B:ohne gefunden werden. Das Genossenschaftsteam gibt an dem Abend einen Überblick dazu, was es für das Überleben des Ladens braucht. Gemeinsam wird dann geplant, welche Zielgruppen angesprochen werden sollen, und es werden auch Flyer für die Werbekampagne ausgegeben. Treffpunkt ist ab 18.30 Uhr das evangelische Pfarramt Michaelskirche West in der Andreä-Straße 14 in Waiblingen.
Beispiele für Genossenschaften gibt es im Bereich der Unverpackt-Läden mehrere – so setzen etwa die Geschäfte „Glas & Beutel“ und „Tante Filda“ in Nürtingen und Filderstadt auf dieses Modell. Dort kümmern sich Genossenschaftsmitglieder unter anderem ehrenamtlich um die Dekoration oder das Nachfüllen der Behälter. Auch die Buchhaltung oder der Newsletter wären Aufgaben, die sich so erledigen ließen.