Vinum-Wettbewerb: Riesling-Test mit Blindverkostung: Top-Noten für Weingüter aus dem Remstal

Hat gut lachen: Mit gleich sieben verschiedenen Weinen ist Moritz Haidle beim Riesling-Wettbewerb von Vinum in der Empfehlungsliste gelandet.
Gottfried StoppelWas haben die Weingüter Aldinger, Ellwanger, Haidle, Heid, Klopfer, Kuhnle und Schnaitmann mit der Remstalkellerei, den Fellbacher Weingärtnern und dem Herzog von Württemberg gemeinsam? Sie alle haben es mit ihren Produkten beim „Riesling-Champion 2025“ in die Empfehlungsliste der Fachzeitschrift Vinum geschafft. Das Magazin präsentiert die 14. Ausgabe des bundesweiten Wettbewerbs – und vergibt Top-Noten für eine ganze Reihe von Weinerzeugern aus dem Remstal.
Die Nase besonders oft vorn hat in den sieben Wettbewerbskategorien das Stettener Weingut Karl Haidle. Juniorchef Moritz schafft beim Riesling-Champion das Kunststück, mit gleich sieben Produkten aus dem eigenen Keller in der Spitzengruppe zu landen. Dabei spielte der klangvolle Name des Weinguts bei der Bewertung keine Rolle. Die 40-köpfige Expertenjury hatte die fast 1200 teilnehmenden Weine verdeckt verkostet – wer als Erzeuger in Frage kommt, verriet das Etikett nicht.
66 Spitzen-Rieslinge knacken die 93-Punkte-Marke
Laut der Vinum-Redaktion zeigen „die überragenden Bewertungen in allen sieben Wettbewerbskategorien deutlich, dass es ein ganzes Füllhorn an Spitzen-Rieslingen aus den Jahrgängen 2023 und 2024 gibt.“ Ganze 66 Weine erreichten im Wettbewerb die magische Marke von 93 Punkten, das Weingut Karl Haidle beispielsweise mit der Riesling-Spätlese aus 2024 und dem 2023 Stettener Häder Riesling trocken.
Freuen darf sich Weinmacher Moritz Haidle auch über 91 Punkte für den 2022 Stettener Pulvermächer Riesling trocken (Großes Gewächs) und für den 2023 Stettener Lindhälder Riesling trocken (Erste Lage). Der 2023 Schnait Riesling trocken erzielte 89 Punkte, 2023 Stettener Stäudlen Riesling trocken folgt mit 87 Punkten und der 2024 Riesling trocken Ritzling mit 86 Punkten.
Ebenfalls mit zwei Riesling-Versionen ist das Fellbacher Weingut Aldinger in der Empfehlungsliste gelandet. Der 2023 Fellbacher Lämmler Riesling trocken (Großes Gewächs) wird von der Vinum-Jury mit 92 Punkten bewertet, der 2024 Götzenberg Riesling Kabinett mit 85 Punkten. Das Weingut Herzog von Württemberg, Ludwigsburg, ist mit seinen Lagen im Remstal mit dem 2023 Gündelbacher Steinbachhof Riesling Auslese (92 Punkte), dem 2023 Stettener Brotwasser Steingrube Riesling trocken (86 Punkte) und dem 2024 Stettener Brotwasser Riesling trocken und 2024 Riesling trocken (85 Punkte) dabei.
Die Fellbacher Weingärtner wiederum haben mit dem 2023 Fellbacher Lämmler Riesling trocken (Edition P) stattliche 91 Punkte geholt, der 2024 Fellbacher Lämmler Riesling trocken (Edition S) war der Jury 90 Punkte wert. Ebenfalls herausragend schneidet der 2024 Fellbach Lämmler Riesling trocken mit 89 Punkten ab – für einen Wein der Standard-Güteklasse Edition C ein erstaunliches Ergebnis.
Remstal-Phänomen: Auch ein Alltagswein kann hohe Bewertungen erhalten
Ein ähnliches Phänomen ist beim Weingut Bernhard Ellwanger aus dem Weinstädter Teilort Großheppach zu beobachten: 85 Punkte vergeben die Vinum-Experten für den Riesling-Gutswein von 2024, damit ist der Alltagstrunk ebenso hoch eingestuft wie der Riesling Grunbacher Klingle Osterberg von 2021. Höher fällt die Bewertung beim 2022 Großheppacher Steingrüble Riesling trocken (SL) mit 88 Punkten und beim 2024 Großheppacher Steingrüble Riesling Kabinett mit 87 Punkten aus.
Das Weingut Klopfer, ebenfalls aus Großheppach, erhält für den 2024 Gundelsbach Riesling trocken 86 Punkte, der 2024 Riesling trocken und der 2024 Großheppacher Steingrüble Riesling trocken sind der Jury jeweils 85 Punkte wert. 88 Punkte erhält die Remstalkellerei für den 2023 Riesling trocken (Edition R). Das Weingut Kuhnle aus Strümpfelbach geht aus dem Wettbewerb mit 89 Punkten für den 2024 Stettener Pulvermächer Riesling Spätlese feinherb und mit 88 Punkten für den 2024 Strümpfelbacher Nonnenberg Riesling (Alte Reben) hervor, ebenfalls ein Qualitätswein.
Bleiben zwei Fellbacher Betriebe mit Top-Noten: Weinmacher Rainer Schnaitmann kommt mit dem 2023 Beutelsbacher Altenberg Riesling trocken (Erste Lage) auf 90 Punkte, für den 2023 Riesling trocken Bergmandel hat die Jury 89 Punkte vergeben. Sein Kollege Markus Heid sammelt beim Riesling-Wettbewerb zweimal 90 Punkte ein: Für den Stettener Pulvermächer Riesling trocken (Großes Gewächs), einmal aus dem Jahr 2023, einmal sogar von 2020.
Weitere Informationen zum Wettbewerb „Riesling Champion 2025“ und alle Ergebnisse sind im Netz unter der Webadresse www.rieslingchampion.de zu finden.