Waiblingen
: Wie gefährlich sind meine Bäume? Infos für Gartenbesitzer

Eschentriebsterben und Hitzestress setzen Bäumen zu. Bei einer Veranstaltung in der Gemeindehalle Hohenacker erfahren private Waldbesitzer, worauf sie jetzt achten sollten.
Von
Dirk Herrmann
Waiblingen
Jetzt in der App anhören
Weidachtal

Immer wieder mussten zuletzt auch im Rems-Murr-Kreis – wie hier in Fellbach-Oeffingen – Spazierwege wegen Waldschäden gesperrt werden.

Dirk Herrmann
  • Eschentriebsterben, Hitze und Trockenheit erhöhen das Risiko durch Astbruch und Baumsturz.
  • In Waiblingen stürzte eine Esche auf ein Auto, der Fahrer starb am Unfallort.
  • In Fellbach wurden Wege gesperrt, rund 200 Eschen entlang des Neckarradwegs gefällt.
  • Infoabend in Waiblingen: Donnerstag, 1. Oktober, 18 Uhr, Gemeindehalle Hohenacker.
  • Themen: Zustand der Wälder, Eschentriebsterben, Pflichten privater Eigentümer an Straßen und Wegen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Was für ein Sommer: Wochenlang herrschen Sahara-Temperaturen, kein Regentropfen fällt vom Himmel, brennende Wiesen geraten wegen weggeworfenen Kippen in Brand, Bäume sind nicht mehr standsicher und müssen gefällt werden. Wälder und Bäume sind auch im Rems-Murr-Kreis zunehmend gestresst. Wassermangel, Hitze, Schädlinge und Krankheiten setzen den Bäumen zu. Insgesamt steigt deswegen die Gefahr durch Astbruch oder umstürzende Bäume, und die Verkehrssicherung wird immer wichtiger.

Die schlug sich auch in den Schlagzeilen nieder: In Waiblingen stürzte zwischen den Stadtteilen Kleinhegnach und Neustadt eine Esche aufs Dach eines Autos, der 55-jährige Fahrer verstarb noch am Unfallort. In Fellbach wiederum waren die Rad- und Spazierwege im Langen Tal nordwestlich von Oeffingen sowie der Neckarradweg gesperrt, um unsichere Bäume zu fällen. Rund 200 Eschen wurden auf diesem Weg abgeholzt.

Gefahr durch Bäume an öffentlichen Straßen

Doch nicht nur die Stadtverwaltungen sind hier gefordert, sondern auch Eigentümer von Grundstücken. Für diese gibt es mittlerweile immer mal wieder Aufklärungsveranstaltungen – so Ende Juli im Fellbacher Rathaus unter dem Motto „Die Zukunft unserer Bäume“.

Auch in Waiblingen findet nun eine ähnliche Veranstaltung statt. Angesprochen fühlen dürfen sich insbesondere private Waldbesitzer oder Eigentümer eines Grundstücks mit Bäumen, die vielleicht nicht so richtig wissen, was sie zur Verkehrssicherung machen müssen. „Sie möchten mehr über den tatsächlichen Zustand der Bäume und Wälder in Waiblingen wissen?“, lautet die Fragestellung der Stadt mit Blick auf die Infoveranstaltung. „Ihr Grundstück liegt im Naturschutzgebiet und es ist Ihnen nicht klar, was dort überhaupt erlaubt ist?“

Rems-Murr-Kreis

Alles Wichtige aus dem Rems-Murr-Kreis.

Darüber informieren Experten am Donnerstag, 1. Oktober, um 18 Uhr in der Gemeindehalle des Stadtteils Hohenacker. An diesem Abend erhalten Interessenten unter anderem fachlich fundierte Informationen zum Zustand der Wälder und zum Eschentriebsterben. Sie werden unterrichtet über die Verkehrssicherungspflichten der privaten Waldbesitzer und Eigentümer von Baumgrundstücken gegenüber öffentlichen Straßen und Wegen.

Weitere Infos gibt es darüber, was zum Schutz der Natur zu beachten ist. Außerdem skizzieren die Fachleute die Aktivitäten der Stadt Waiblingen zur Abwehr von Gefahren durch Bäume an öffentlichen Straßen und Wegen.