Aktion Gerätetausch in Stuttgart
: Kein Zuschuss mehr für neue Haushaltsgeräte

Mit Zuschüssen von bis zu 150 Euro warb die Stadt Stuttgart bislang um den Austausch alter Kühlschränke und Waschmaschinen. Mit Erfolg. Warum die Aktion nun eingestellt wird.
Von
Lisa Welzhofer
Stuttgart
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Wer einen alten Kühlschrank entsorgte, konnte bislang dafür Geld von der Stadt bekommen.

dpa

Es ist eine Art Abwrackprämie für alte Stromfresser: Wer in Stuttgart sein altes Kühl- oder Gefriergerät, die Wasch- oder Geschirrspülmaschine austauschte, konnte seit 2022 bis zu 150 Euro Zuschuss von der Stadt erhalten. Doch seit August werden keine Anträge mehr angenommen – und weil Stuttgart im kommenden Haushalt sparen muss, wird das Programm wohl auch vorerst auslaufen, heißt es von Seiten der Stadt.

Tausch spart jährlich 80 Euro

„Alte Kühl‐, Gefriergeräte, Wasch‐ und Spülmaschinen sind unnötige Stromfresser, produzieren im Jahr mehrere hundert Euro an Stromkosten und belasten so Ihre Haushaltskasse und die Umwelt“, schreibt die Stadt auf der Internetseite zu ihrer „Aktion Gerätetausch“. Und weiter: „Bis zu 20 Prozent kann zum Beispiel der Anteil einer veralteten Kühl‐Gefrierkombination am Gesamtstromverbrauch eines Haushalts betragen. Der Tausch hin zur höchsten Effizienzklasse spart jährlich im Schnitt 80 Euro pro Jahr an barem Geld und 130 Kilo CO2.“

Wer bislang ein Altgerät austauschte – Kühl- oder Gefriergeräten mussten mindestens 15 Jahre, Waschmaschinen oder Geschirrspüler mindestens 12 Jahre alt sein –, konnte deshalb aus der Stadtkasse 50 Prozent des Kaufpreises seiner Neuanschaffung erhalten, maximal 150 Euro.

3712 Geräte wurden gefördert

Voraussetzung war außerdem, dass die entsorgten Geräte eine schlechte Energieffizienzklasse hatten und die neu angeschafften zu der am Markt verfügbaren höchsten Energieeffizienzklasse gehörten.

Ein Angebot, dem viele Bürgerinnen und Bürger folgten: 3 712 Geräte habe man bislang gefördert, sagt die Pressestelle auf Anfrage, einige Anträge seien noch in Bearbeitung. Insgesamt wendete die Verwaltung innerhalb von drei Jahren 575.000 Euro dafür auf. Doch nun ist das eingeplante Budget bereits seit Mitte August ausgeschöpft und es können keine neuen Anträge mehr gestellt werden.

Ob das Programm fortgesetzt wird, ist zudem fraglich: „Die Entscheidung ist im Rahmen der kommenden Haushaltsberatungen zu treffen. Die Verwaltung schlägt in Anbetracht der Haushaltslage vor, das Programm nicht fortzusetzten“, so die Stadt.

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