Anthroposophie im Stadtpalais: Demeter, Waldorf, Globuli und ihr Ursprung in Stuttgart

Kurator Yannick Nordwald führt an verschiedenen Terminen durch die neue Ausstellung im Stadtpalais.
Stadtpalais/Luna KloessDie anthroposophische Weltanschauung und ihr Begründer Rudolf Steiner sind weltweit bekannt. Viele Ursprünge dieser Bewegung liegen in Stuttgart. So haben die aus jüdischen Kaufmannsfamilien stammenden Herren Carl Unger, Adolf Arenson und José del Monte in den 1910er und 1920er Jahren viel Zeit und Vermögen investiert und einige Vorreiterprojekte vorangetrieben. Heute auf der ganzen Welt bekannt sind die Waldorfschulen, die erste eröffnete 1919 auf der Uhlandshöhe. Weniger bekannt sind die gesellschaftlichen Impulse aus dieser Zeit. Der Bund der sozialen Dreigliederung wurde in Stuttgart ins Leben gerufen, und auf der Gänsheide wurde im Klinisch-Therapeutischen Institut an anthroposophischen Medikamenten gearbeitet.
Ausstellung beschäftigt sich auch mit Kritik an der Anthroposophie

Fallback Image STZ
Stuttgarter ZeitungDie Ausstellung erzählt von den Ursprüngen einer der größten alternativen Bewegungen der Neuzeit mit Fokus auf die Landeshauptstadt. Die Besuchenden können ihr Wissen um Demeter, Waldorf, Globuli und Co. an verschiedenen Stationen testen und kommen beim Thema Eurythmie selbst in Bewegung. Von Beginn an bis heute gibt es auch kritische Stimmen zur Anthroposophie. Auch viele dieser Kontroversen werden aufgezeigt. Die Besuchenden sind eingeladen, sich ihre eigene Meinung zu bilden.
Die Ausstellung ist bis 21. September im Stadtpalais – Museum für Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 2, zu sehen. Geöffnet ist
Der Kurator Yannick Nordwald führt am Freitag, 28. Februar, 18.30 Uhr, am Freitag, 11. April, 17 Uhr, am Donnerstag, 22. Mai, 17 Uhr, und am Donnerstag, 11. September, 17 Uhr, durch die Ausstellung. Die Teilnahme kostet vier Euro zuzüglich zum Museumseintritt. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
