Architektur in Stuttgart
: Stuttgarts Wittwer-Haus und seine ungewisse Zukunft – Architekten fragen „Wie weiter?“

Der Architekturwettbewerb fürs Wittwer-Haus macht Hoffnung auf einen Umbau. Stuttgart diskutiert über die Zukunft eines Wahrzeichens - und eine Studentin zeigt, was sie über den Bau von Kammerer und Belz herausgefunden hat.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
Wittwer Geschäftshaus Königsstraße Kleiner Schlossplatz Stuttgart Eigentümerin Dinkelacker AG

„Treffen wir uns beim Wittwer“ - seit über 50 Jahren ist das Wittwer Geschäftshaus Orientierungspunkt und identitätsstiftend für viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Man wird sehen, wie es weiter geht mit dem massiven Betonbau von Kammerer und Belz.

Nicole Golombek / STZN
  • Streit um Stuttgarts Wittwer-Haus: Ein Wettbewerb soll Umbau statt Abriss ermöglichen.
  • Die Eigentümerin kündigte den Abriss an, Stuttgart debattiert seitdem über die Zukunft.
  • BDA und Architektenkammer organisierten Diskussionen – nun folgt ein internationaler Wettbewerb.
  • Zwei lokale Büros sind eingeladen, darunter haascookzemmrich STUDIO 2050 und wulf architekten.
  • Schau „Wittwer – Wie weiter?“ im Wechselraum Stuttgart: Rückschau, Archivmaterial und Musik.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seitdem die Eigentümerin Dinkelacker AG im März 2026 mitgeteilt hat, dass sie ihr Wittwer-Haus in der Stuttgarter Königstraße abreißen lassen will, hat unsere Zeitung die Diskussion um das von Kammerer und Belz entworfene Betongebäude in der Politik, der Stadtgesellschaft und der Architektenschaft begleitet.

Stuttgart und die Baukultur im Herzen der Stadt

Viele Diskussionsrunden fanden zudem statt seitens des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) und auch der Architektenkammer Baden-Württemberg. Stand jetzt: Es wird ein internationaler Architekturwettbewerb ausgelobt, bei dem ein Umbau auch ohne Abriss stattfinden könnte. Zwei Stuttgarter Architekturbüros - haascookzemmrich STUDIO 2050 sowie wulf architekten - sind unter den neun eingeladenen Wettbewerbsbüros.

Der BDA veranstaltet am 1. Oktober um 18 Uhr im Wechselraum Stuttgart eine Rückschau und wagt einen Blick in die Zukunft. In den Räumen in der Friedrichstraße 5 werden in der Schau „Wittwer – Wie weiter?“ Spuren und Stimmen der vergangenen Monate versammelt, darunter Dokumentationen der Langen Tafel der Baukultur, Presse- und Archivmaterial, historische Aufnahmen sowie Beiträge von Brutalist Wednesdays.

Mit dabei ist außerdem Andrea Blaschke von der Universität Stuttgart, die sich in ihrer Masterarbeit intensiv mit dem Wittwer-Haus und dem Kleinen Schlossplatz auseinandergesetzt hat und ihre Arbeit im Resonanzraum zeigt.

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Der Abend ist als offenes Zusammenkommen gedacht: zum Schauen, Wiedersehen, Weiterdenken und informellen Austausch – mit Getränken und Musik von DJ Thea Cheret. Im Zentrum steht die Frage: Wie weiter? Die Schau ist bis zum 15. Oktober zu sehen.