STZ+STZ+Architektur-Spaziergang in Stuttgart
: Rolf Gutbrods aufregende Häuser mit Hüftschwung seit 1950

Architektur to go: Zum Anlass des 70.Geburtstags der Stuttgarter Liederhalle führt die Spaziergangs-Route zu filigranen, geschwungenen und organischen Bauten des Stuttgarter Architekten Rolf Gutbrod.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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    Steht längst unter Denkmalschutz: Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle in Stuttgart von Rolf Gutbrod und Adolf Abel.

    imago/imagebroker
  • Stuttgarter Kultpavillon: Die Milchbar im Killesbergpark in Stuttgart von Rolf Gutbrod.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Blick auf das Eckhaus – Gutbrodstraße 1, in dem es eine leider geschlossene Konditorei namens „Tarte und Törtchen“ gab. Die Straße ist nicht nach dem Bäckereihandwerk benannt und auch nicht nach dem Architekten Rolf Gutbrod, sondern . . .

    Lichtgut/Leif Piechowski/Leif Piechowski
  • . . . . sie trägt seit dem Jahr 1888 den Namen des ehemaligen Stuttgarter Bürgermeisters Georg Gottlob von Gutbrod (1791-1861). Er hat zwar keine Häuser geplant, war aber in seiner 28-jährigen Amtszeit mit dem Ausbau der Infrastruktur der Stadt betraut. Während er Bürgermeister war, wuchs die Stadt fast um Doppelte zwischen 1833 und 1861 von rund 35000 auf rund 56000 Einwohner.

    A. Brutscher
  • Das Gutbrod-Haus in der Gutbrodstraße 1 wurde 1903-1904 von Jakob Mayer und Kärcher & Barth erbaut. Das Relief trägt Gutbrods Porträt, umrahmt von Jugendstil-Figuren.

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Das ist der Architekt Rolf Gutbrod (1910-1999), gebürtiger Stuttgarter, der . . .

    Zenz-Engel
  • . . . gemeinsam mit Adolf Abel für den Entwurf der Liederhalle im Jahr 1956 berühmt wurde und . . .

    Lichtgut/Leif Piechowski/Leif Piechowski
  • . . . die längst unter Denkmalschutz steht. „Musikbunker“ schimpften damals einige Kritiker, andere nannten den Bau damals schon einen Markstein für zeitgenössische Architektur.

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Man beachte den Materialmix. Sogar Goldglitzer findet sich. Beeinflusst vom organischen Bauen . . .

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • . . . und anthroposophischer Architektur war der ehemalige Waldorf-Schüler Rolf Gutbrod. Den Festsaal für die Waldorfschule Kräherwald hat der Architekt auch entworfen.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Hier findet sich der Eingang, geometrisch eigenwillige, einladende Formen.

    LICHTGUT/Max Kovalenko
  • Blick in den Festsaal Waldorfschule Kräherwald.

    Waldorfschule Kräherwald
  • Auch die Milchbar von 1950 stammt aus Gutbrods Feder. Sie entstand für die Deutsche Gartenschau im Stuttgarter Höhenpark Killesberg. Milch galt damals als stärkendes, „ertüchtigendes“ Getränk für die Menschen nach dem Krieg. Das Gebäude passt sich in die Landschaft ein, roter Sandstein, Glas, filigrane Stahlkonstruktion.

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Stilistisch ließ sich der Architekt nicht festlegen, wie das Rundfunkgebäude in der Neckarstraße von Gutbrod zeigt, . . .

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • . . . hier eine seitliche Ansicht des heute vom SWR genutzten Baus, der von 1972 bis 1976 entstand.

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Rolf Gutbrods Loba-Haus von 1950 in der Charlottenstraße 29 ist ein Paradebeispiel für eine neue Leichtigkeit der Nachkriegszeit.

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Der obere Teil dieses Gebäudeensembles stammt von Architekt Paul Stohrer.

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Letzte Station der Route – das Bankgebäude (erbaut 1963 bis 1968) auf dem Kleinen Schlossplatz. Im Erdgeschoss befindet sich mit dem „Oggi“ ein italienisches Restaurant, das ab mittags geöffnet hat – gute Ausruh- und Speisestation nach dem 13 Kilometer langen Spazierweg.

    Lichtgut/Leif Piechowski
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