Ausflugstipps
: Die zwölf schönsten Spaziergänge im Kessel

Kurz nach Feierabend, am Wochenende oder einfach zwischendurch: Wer in Stuttgart raus will, hat die Wahl zwischen Weinbergen, Wald und Ausblick über den Kessel. Wir zeigen Routen, die sich lohnen.
Von
Laura Wallenfels
Stuttgart
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Zwei Frauen sitzen auf einer Bank unterhalb des Kiosk an der Karlshoehe. Eine der Frauen traegt Handschuhe.

Streifzug durch Stuttgart am Samstag, 04.04.2020 bei schoenem Wetter. In Stuttgart gelten, wie im restlichen Bundesgebiet, starke Beschraenkungen um die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zu verlangsamen. Trotzdem sind einige Menschen im Freien unterwegs.

Am Ende des Spaziergangs wartet die Belohnung: Blick über den Kessel von der Karlshöhe.

Lichtgut/Julian Rettig
  • Zwölf Spaziergänge in Stuttgart: Weinberge, Wald und Ausblicke über den Kessel.
  • Klassiker: Blaustrümpflerweg mit Karlshöhe, Birkenkopf und Santiago-de-Chile-Platz.
  • Kurzrouten: Katzenbachsee ab Büsnau, Killesberg-Runde und Schimmelhüttenweg.
  • Wein- und Waldrouten: Rößleweg in Teilstücken, Waldau bis Sillenbuch, Nesenbachviadukt.
  • Stadt und Seen: Hbf bis Ostendplatz, Schloss Solitude umrunden, Bärensee mit Bärenschlössle.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Egal ob ausgedehnte Wanderung oder kurzer Spaziergang zwischendurch: Stuttgart und die Region bieten genug Strecken für jede Tagesform. Wir haben die schönsten Routen zusammengestellt, von Klassikern bis zu Wegen, die viele noch nicht kennen.

Den Blaustrümpflerweg angehen

Der Blaue Weg führt an den bekanntesten Aussichtspunkten der Stadt vorbei, etwa dem Santiago-de-Chile-Platz oder der Karlshöhe. Einstiegspunkte sind zum Beispiel die Seilbahn am Südheimer Platz oder die Zacke am Marienplatz. Wer seine Runde am westlichsten Punkt erweitert, nimmt noch den Birkenkopf oder den Bärensee mit. Ein Hinweis vorab: Die kleinen Schilder mit dem blauen Strumpf, die den Weg markieren, sind nicht immer leicht zu finden.

Zum Katzenbachsee

Wer es kürzer mag, läuft zum Katzenbachsee, einem von fünf Parkseen im Stuttgarter Westen. Starten kann man am besten beim Wanderparkplatz Katzenbacher Hof, von dort geht es direkt zum See. Mit dem Bus erreicht man den Ausgangspunkt über die Haltestelle „Max-Planck-Institute" in Büsnau: Hinter den Instituten links liegt der Katzenbachsee, rechts der Steinbachsee. Rund eine Stunde dauert die Tour, gut 3,5 Kilometer lang.

Grün auf dem Killesberg

Für einen kurzen, entspannten Spaziergang eignet sich der Killesberg. Die Grünflächen des ehemaligen Gartenschaugeländes laden zum Verweilen ein, die Strecke ist mit rund 2,5 Kilometern und 40 Minuten schnell zu schaffen und eignet sich damit auch für einen spontanen Feierabendspaziergang.

Romantischer Spaziergang auf dem Schimmelhüttenweg

Der Schimmelhüttenweg lässt sich je nach Lust und Laune ausdehnen. Wer an der Haltestelle „Degerloch/Zacke" aussteigt, erreicht nach sieben Minuten Fußweg den namensgebenden Schimmelhüttenplatz mit Panoramablick über die Weinberge.

Die Bärenseen im Herbst

Der Bärensee zeigt sich im Herbst von seiner schönsten Seite: ein gutes Ausflugsziel für einen gemütlichen Nachmittag.

Torsten Schöll

Auf dem Rößleweg durch die Weinberge 

Der Rößleweg schlängelt sich durch die Stuttgarter Weinberge, vorbei an Gärten Richtung Grabkapelle Rotenberg. Seinen Namen bekam er 1968, als die Teilstrecke von der Geroksruhe zur Roggenburg erstmals mit einem Stuttgarter Rößle im gelben Ring markiert wurde.Die komplette Strecke muss dabei niemand bewältigen., die ist nämlich stolze 54 Kilometer lang. Wer möchte, sucht sich einfach das Teilstück heraus, das am besten in den Tag passt.

Von der Waldau nach Sillenbuch

Von der Station Waldau aus geht es in den Südosten der Stadt: vorbei am Haus des Waldes bis nach Sillenbuch, nach etwa einer Stunde und 3,8 Kilometern. Dort lohnt sich ein Abstecher zum Unverpackt-Laden „Tante M", eine Alternative zum bekannteren Schüttgut im Westen.

Heslacher Wasserfälle und Birkenkopf

Diese Route verbindet gleich drei Höhepunkte auf einmal: die Heslacher Wasserfälle, den Birkenkopf und die Hasenbergsteige. Start ist an der Haltestelle „Heslach Vogelrain", von dort geht es westwärts über die Wasserfälle. Anschließend führt der Weg hinauf auf den Birkenkopf, auch „Monte Scherbelino" genannt, und über die Hasenbergsteige mit der Hasenbergturm-Ruine zurück in die Innenstadt. Rund 5 Kilometer, etwas mehr als eine Stunde.

Ein Runde ums Schloss Solitude

Wer Architektur und Natur verbinden will, umrundet das Schloss Solitude. Die Tour dauert rund anderthalb Stunden und führt über 8 Kilometer durch den umliegenden Wald, mit immer wieder neuen Blicken auf das Schloss selbst.

Über das Nesenbachviadukt in Vaihingen

Weniger bekannt, aber sehenswert: die Route über das Nesenbachviadukt in Vaihingen. Auf knapp 4,5 Kilometern und in etwa einer Stunde führt der Weg über die markante Brücke, ein Stück Stuttgart, das viele nur vom Vorbeifahren kennen.

Vom Hauptbahnhof zum Ostendplatz

Man muss nicht immer raus in die Natur. Auch durch die Stadt lässt es sich gut spazieren. Ein mittelschwerer Stadtspaziergang führt vom Zentrum über den oberen und unteren Schlossgarten zum Planetarium und weiter durch die Unterführung der Staatsgalerie. Wer mag, macht einen Abstecher zur Uhlandshöhe, läuft dann weiter durch die Schrebergartensiedlungen im Südosten bis nach Gaisburg und von dort zum Ostendplatz. Rund anderthalb Stunden, etwa 7 Kilometer.

Aussichtspunkte ansteuern

Karlshöhe, Teehaus im Weißenburgpark oder Schloss Solitude: Diese Aussichtspunkte mit Blick über den Kessel sind immer einen Umweg wert.

All-time-Favourite Bärensee 

Im Naturschutzgebiet Rotwildpark, ganz im Westen von Stuttgart gelegen, befinden sich mitten im Wald drei wunderschöne Seen. Ursprünglich dienten diese Seen als Trinkwasser-Reservoir für die Stadt, heute sind sie ein absolutes Idyll für jeden Spaziergänger und Jogger. Einer dieser Seen ist der Bärensee. Mit dem Bärenschlössle habt ihr dort sogar einen Ort für Essen und Trinken und müsst euch keine Gedanken um das Vesper machen.