: Noch hat das Auto Vorfahrt - bröckelt die Stuttgarter Liebe langsam?
Vor sechs Jahrzehnten wurde Stuttgart zu einer autogerechten Stadt umgebaut. Gibt es einen Weg zurück? Unterwegs mit zwei Männern, die 60 Jahre trennen und die einen gemeinsamen Wunsch haben.
Tobias Schleuning (l.) fährt grundsätzlich auf Autostraßen. Wie Christian von Holst (r.) wünscht er sich, dass Fußgänger und Radler mehr Raum in Stuttgart bekommen.
Lichtgut/Leif Piechowski
Das Rad von Tobias Schleuning ist ausgerüstet für seine besonderen Touren.
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Unter Autos ist der junge Radler eine Ausnahme.
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Manchmal werde er von hinten angehupt, sagt der 21-jährige Tobias Schleuning. Dann hupt er halt zurück.
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Auf der Hauptradroute 1 ist ziemlich viel los – hier quetschen sich Radler und Fußgänger aneinander vorbei.
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Die Ampelübergänge sind laut Tobias Schleuning nicht auf Radler ausgerichtet.
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Immerhin gibt es an einigen Ampeln Haltegriffe. Schneller voranzukommen, wäre dem Radler aus Neugereut lieber.
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Springbrunnen vor Stadtautobahn an der B 14: Sie sind fast gleich laut.
Judith A. Sägesser
Wer auf dieser Treppe an der Württembergischen Landesbibliothek sitzt, hat einen direkten Blick auf die mehrspurige Straße. Offenbar stört das die Wenigsten.
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Der Durchgang für Fußgänger und Radler bei der Alten Staatsgalerie wurde laut Christian von Holst extra gebaut, um den Autos links mehr Platz zu geben.