Bauarbeiten mitten in Stuttgart: Das sagen Passanten zum gesperrten Schlossplatz
Noch etwa sechs Wochen lang bleibt der Stuttgarter Schlossplatz eine No-go-Area für die Besucher der Innenstadt. Erst kommt der ramponierte Rasen weg und ein neuer Rasen hin. Und anwachsen muss der ja auch noch. Die Passanten sind zwar nicht begeistert von der auferzwungenen Schlossplatz-Abstinenz. Die meisten haben aber Verständnis für die Rasensanierung.
So auch Katharina Mayer aus Stuttgart: „Es ist natürlich schade, dass gerade jetzt im Sommer der Schlossplatz gesperrt ist, wenn die Leute viel draußen sind und in der Stadt flanieren. Da fehlt dann das Grün und freilich auch das Nass, also die Brunnen. Die 30 Jahre alte Verkehrsplanerin kann mit der Sanierung aber leben: „Es gibt eben bestimmte Maßnahmen, die sein müssen.“

Baldur Spengler
Foto: Lichtgut//Zophia EwskaÄhnlich sieht das Baldur Spengler aus Stuttgart-Bad Cannstatt: „Von der Sperrung habe ich keine Nachteile. Wichtig ist, dass die Sache richtig gemacht wird und die Anlage danach nicht nur schön und sauber ist, sondern auch so bleiben wird.“ Er hat den Platz nach Partyabenden und -nächten schon ganz anders erlebt. Von zu viel Freizeitspaß auf dem Platz hält der Senior daher wenig: „Ich würde verbieten, dass man sich auf das Gras legen darf. Dort stehen doch auch Bänke, die sollten eigentlich reichen.“

Sherif Elfiky
Foto: Lichtgut/Zophia EwskaEtwas enttäuscht von der Platzsperrung ist der Stuttgarter Sherif Elfiky: „Für unsere Familie ist das nicht so optimal. Wir gehen gerne mit den Kindern in diese Parkanlage zum Spielen. Denen gefällt das gut.“ Doch der 38 Jahre alte Software-Ingenieur blickt bereits zuversichtlich in die Zukunft: „Wir hoffen jetzt, dass es schnell vorangeht mit dem neuen Rasen, sodass der Schlossplatz doch bald wieder geöffnet werden kann.“

Pablo Arriaza
Foto: Lichtgut/Zophia EwskaEine besonders lange Anreise zum Stuttgarter Schlossplatz hat der 25 Jahre alte Pablo Arriaza, der die Attraktion gerne besucht hätte: „Ich mache gerade mit meiner Familie hier Urlaub. Es wäre schön gewesen, wenn man auf den Schlossplatz hätte gehen können. Man kann von dem Pavillon aus nur durch eine Plane das Schloss sehen“, sagt der Student und Entrepreneur aus Guatemala (Mittelamerika) „Aber ich verstehe auch, dass Dinge in Ordnung gebracht werden müssen. So ist das eben manchmal.“

Laura Pekala
Foto: Lichtgut/Zophia EwskaEtwas verwundert über die lange Schlossplatzsperrung ist die Stuttgarterin Laura Pekala: „Zunächst einmal habe ich durchaus Verständnis für die Maßnahme. Aber schön ist die Absperrung nicht. Ich finde es auch nicht gut, dass die Arbeiten so lange dauern.“ Die 21 Jahre alte Studentin blickt sich um: „Jetzt sind ja viele Touristen hier in der Stadt. Gerade ist meine Tante nach einem Besuch abgereist. Ihr hätte ich sehr gerne das Neue Schloss und die schöne Anlage gezeigt.“




