Bombenentschärfung in Stuttgart: Das müssen Anwohner am Sonntag beachten

Am Sonntag wird in Stuttgart eine Bombe geborgen (Symbolbild).
Sebastian Kahnert/dpaFür rund 1000 Menschen im Degerlocher Stadtteil Hoffeld ist der Sonntag, 29. März, kein gemütlicher Tag mit Ausschlafen: Um 9 Uhr sollen sie ihre Wohnungen verlassen. Der Grund ist eine Hinterlassenschaft aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Hospitalwald schlummert eine Fliegerbombe im Boden. Während der geplanten Bergung und Entschärfung ist ein Sicherheitsbereich von 600 Metern um die Fundstelle evakuiert.

Dieser Bereich ist betroffen.
Foto: StZNDer Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) hat die Bombe bei Sondierungsarbeiten gefunden. Es soll sich um eine rund 250 Kilo schwere Bombe britischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg handeln.
Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenwohnanlage Lothar-Christmann-Haus beginnt die Evakuierung noch früher. Da die Seniorinnen und Senioren eine Betreuung beim Verlassen des Hauses benötigen, wird hier um 8 Uhr begonnen. Die Stadt teilt mit, alle Betroffenen schriftlich über den Einsatz und die Entschärfung informiert zu haben.

Die unschädlich gemachten Bomben werden im Wald bei Sindelfingen vernichtet.
Foto: STZN/Steegmüller (Archiv)Die Polizei übernimmt es, dafür zu sorgen, dass alle die Häuer verlassen. Auch werden die Spazierwege im Ramsbachtal vorübergehend gesperrt.
Die Entschärfung war seit gut einer Woche angekündigt. In anderen Fällen werden Blindgänger am gleichen Tag entschärft. Der Unterschied: Im aktuellen Fall liegt die Bombe im Waldboden. Sie wurde auf Luftaufnahmen entdeckt, die der KMBD regelmäßig auswertet. Es ist davon auszugehen, dass sie noch so im Boden liegt, wie sie einschlug.
Werden hingegen Bomben bei Bauarbeiten entdeckt, etwa, weil man sie mit dem Bagger freilegt, dann muss der KMBD umgehend anrücken. Denn dann besteht die Gefahr, dass sie durch die Bauarbeiten bewegt wurde – und damit auch am Zünder etwas verändert wurde.
Was müssen die Menschen in Hoffeld am Sonntag wissen?