Bürgerverein Zuffenhausen
: 150 Jahre im Einsatz für den Stadtbezirk

Der 1874 gegründete Bürgerverein Zuffenhausen möchte mit seinen rund 360 Mitgliedern den Stadtbezirk lebenswerter machen. Der Rikscha-Fahrdienst Zuffka hat bereits 30 000 Kilometer im Bezirk zurückgelegt – und es gibt noch viel mehr Initiativen.
Von
Torsten Ströbele
Stuttgart
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  • In der Pauluskirche ist das Jubiläum groß gefeiert worden.

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  • Der Festakt wurde in der Pauluskirche gefeiert.

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  • Der Saal war gut besucht.

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  • Unter anderem waren Bezirksvorsteher Saliou Gueye (vorne, mittig) und OB Frank Nopper (neben ihm) anwesend.

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  • Die Bürgermedaille Zuffenhäuser Hirt wurde unter anderem an Peter Blum und Thomas Siegel vergeben.

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  • Vorstandsmitglied Ute Dümcke verlieh Carola Vordermeier die Auszeichnung.

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  • Die Vorstandsmitglieder Karin Strohmaier (rechts) und Christina Kolb

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  • Die Brenz Band spielte auf.

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  • Zudem wurde auch getrommelt.

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  • Draußen gab es etwas zu essen und zu trinken.

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  • Auch Pizza wurde extra angefertigt.

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  • Die Zuffka-Fahrerinnen und -Fahrer (von links): Michael Schiewe, Reinhold Bloom, Martin Schwarz, Helmut Meyer, Carola Vordermeier, Susanne Bödecker, Matthias Bauer und Georg Kosubek.

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Es war das Jahr 1874, als der Bürgerverein Zuffenhausen gegründet wurde. 150 Jahre später existiert er noch immer – und seine Mitglieder haben auch in Zukunft einiges vor. Die Vorstandsmitglieder Karin Strohmaier, Ute Dümcke und Christina Kolb sind sich sicher, dass Vereinsarbeit in der heutigen Zeit noch zählt: „Verbundenheit, Zusammenhalt, Teamarbeit, Freundschaften, gemeinsame Aktivitäten und Feste, die in einem Verein gelebt werden, sind wichtig“, darin sind sich Strohmaier, Dümcke und Kolb einig.

Doch das ist noch lange nicht alles, was der Bürgerverein leistet. Seine Mitglieder beschäftigen sich zum Beispiel mit der Frage, welche Verkehrslösungen für Zuffenhausen benötigt werden, oder wie der Stadtbezirk für alle lebenswerter gemacht werden kann. Im Verein setzt man sich für mehr Grün im Stadtbezirk ein, hat in der Vergangenheit ein Sonnensegel im Freibad des SSV Zuffenhausen und eine Sitzbank auf der Unterländer Straße finanziert. Eine Solarbank und eine Fahrrad-Reparatur-Säule würde es ohne den Bürgerverein ebenfalls nicht geben.

30 000 Kilometer hat die Zuffka schon auf dem Buckel

Drahtesel spielen im Verein ohnehin eine große Rolle. Seit rund zehn Jahren ist die Fahr-Rad-Offensive unter dem Dach des Bürgervereins angesiedelt. Aus ihr heraus ist das Projekt Zuffka entstanden. Ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer sind seit etwa acht Jahren an fünf Tagen in der Woche mit einer Rikscha im Stadtbezirk unterwegs und radeln Menschen, die körperlich eingeschränkt und altersbedingt nicht mehr gut zu Fuß sind zum Arzt, zur Physiotherapie oder zum Einkaufen. 30 000 Kilometer hat die Initiative bereits zurückgelegt, die derzeit aus acht Menschen besteht und 2023 mit dem Umweltpreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet wurde. Wer die Zuffka in Anspruch nehmen möchte, kann sich unter der Telefonnummer (01 76) 42 03 28 06 melden.

Dieses und viele weitere Projekte in der Jugend- und Altenarbeit, dem Gemeinwesen, zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Verschönerung von Zuffenhausen kann der Verein nur finanzieren, weil er 2004 die Bürgerstiftung gegründet hat. Insgesamt wurden schon knapp 30 000 Euro gespendet. Allein mit Mitgliedsbeiträgen wäre das nicht möglich. Einzelpersonen zahlen nur zehn Euro pro Jahr.

Den Finger in die Wunde legen

Aktuell hat der Verein rund 360 Mitglieder. Neue Unterstützer sind immer herzlich willkommen. Der neue Flyer „Zuffenhausen needs you“ (Zuffenhausen braucht dich) soll dabei helfen, weitere Mitglieder zu gewinnen. „Mach mit, weil Du nicht nur in Zuffenhausen leben willst, sondern darauf Einfluss nehmen willst, wie Dein Zu(ffen)hause(n) morgen aussehen soll“, heißt es in der Broschüre.

„Nur gemeinsam können wir etwas bewegen“, betonen Ute Dümcke, Karin Strohmaier und Christina Kolb. Der Bürgerverein sei mehr als eine Organisation, er sei Sprachrohr für alle Bürgerinnen und Bürger Zuffenhausens zu vielen unterschiedlichen Themen. Man wolle auch da die Finger in die Wunde legen, wo Politik und Verwaltung nicht schnell genug reagieren – wie zum Beispiel beim erhofften Tunnel, der den Verkehr der B 10/27 zwischen Friedrichswahl und Bahnhof Zuffenhausen aufnehmen soll. Als Sofortmaßnahme wünscht man sich dort eine Temporeduzierung. „Wir wollen nicht nachlassen, uns weiterhin für die Belange der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.“

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.buergerverein-zuffenhausen.de.

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