Cannstatter Volksfest
: E-Scooter sollen nicht zur Stolperfalle werden – Wasen wird wieder Verbotszone

Wer mit dem Mietroller in den kommenden zweieinhalb Wochen aufs Volksfest will, muss eine der vier offiziellen Abstellflächen in Bad Cannstatt ansteuern. Von einer Alkoholfahrt ist abzuraten.
Von
Sebastian Steegmüller
Stuttgart
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E-Scooter können während des Volksfests nicht mehr direkt an den Eingängen abgestellt werden.

E-Scooter können während des Volksfests nicht mehr direkt an den Eingängen abgestellt werden.

Sebastian Steegmüller
  • Cannstatter Wasen ist für E‑Scooter gesperrt: Festgelände und angrenzende Bereiche tabu.
  • Vier Abstellflächen in Bad Cannstatt: Benzstraße, Schönestraße, Eisenbahnstraße, Frösnerstraße.
  • Geofencing stoppt das Abstellen nahe der Eingänge, die Miete endet nur außerhalb der Sperrzone.
  • Anbieter patrouillieren und lotsen Nutzer. An den Stationen stehen während der Öffnungszeiten Roller bereit.
  • Alkoholfahrten sind verboten. Zwischen 22 und 5 Uhr läuft in der App ein Reaktionstest.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Stuttgart können E-Scooter von vier verschiedenen Anbietern ausgeliehen werden. Auf den Cannstatter Wasen sollten Besucher des Volksfests jedoch mit keinem der Roller fahren. Egal ob Bolt, Dott, Lime oder Voi – von Freitag, 25. September, bis einschließlich Sonntag, 11. Oktober, wird das Festgelände und auch angrenzende Gebiete für die wendigen Flitzer einmal mehr zur Sperrzone. Die Abgabe der E-Scooter ist in Bereichen, in denen mit Besucherströmen zu rechnen ist, aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Und dennoch stellen die Mietroller eine Alternative zu Bus und Bahn sowie dem Auto dar. In Absprache mit der Stadt Stuttgart werden vier Abstellflächen in Wasen-Nähe angeboten. Diese befinden sich in der Benzstraße (wenige Meter von der Mercedesstraße entfernt), in der Schönestraße (Ecke König-Karl-Straße) sowie in der Eisenbahnstraße und der Frösnerstraße am Bahnhof Bad Cannstatt.

Anbieter wollen in Bad Cannstatt ein geordnetes Bild abgeben

„Wir wollen ein geordnetes Bild abgeben“, sagt Lime-Sprecherin Rania Bouaouina. Daher würden Mitarbeiter aller E-Scooter-Anbieter nicht nur dort im Einsatz sein, sondern rund um das Festgelände auch zu Fuß patrouillieren. Ihr Ziel: Die Nutzer von Leihrollern zu informieren und zu lotsen.

Es ist kaum möglich, unwissentlich zu Fahrgeschäften und Bierzelten abzubiegen. Das sogenannte Geofencing ist wie ein unsichtbarer Zaun. Es nutzt GPS, um die Sperrzone rund um den Wasen zu definieren. Sobald man sich dem Festgelände mit dem Mietroller zu sehr nähert, erscheint in der App ein rotes Parkverbotssymbol mit einem entsprechenden Warnhinweis. Darüber hinaus kann die Leihe erst beendet werden, wenn die Sperrzone wieder verlassen oder eine der vier ausgewiesenen Sonderparkflächen aufgesucht wird.

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Auf dem Hinweg zum Volksfest wird der E-Scooter mehr genutzt

Die Abstellbereiche werden während der Öffnungszeiten und noch einige Zeit nach Veranstaltungsende betreut. Außerdem werde dafür gesorgt, dass an den vier Stationen genügend Fahrzeuge zur Verfügung stehen, so Rania Bouaouina.

Die meisten Nutzer fahren zwar mit dem Mietroller zum Wasen, nutzen für den Rückweg aber andere Verkehrsmittel. Im Fall von Lime hätten sich die Fahrten ab dem Cannstatter Bahnhof in der Volksfestzeit dennoch immerhin verdoppelt, sagt Rania Bouaouina. Zahlen will die Unternehmenssprecherin allerdings nicht nennen.

Es ist aber dringend davon abzuraten, sich nach einem ausgelassenen Abend im Bierzelt betrunken hinter den Lenker zu stellen. Es gelten die gleichen Promillegrenzen wie für Autofahrer. Wird man von der Polizei erwischt, droht der Führerscheinentzug. Verursacht man einen Unfall erlischt unter Umständen der Versicherungsschutz.

E-Scooter: ARCHIV - 22.07.2025, Hessen, Frankfurt/Main: Hinweise an E-Scootern «Don't Drink And Ride» soll zum Alkoholverzicht im Straßenverkehr auffordern.  (zu dpa: «Stadt Frankfurt lässt mehr E-Scooter-Anbieter zu») Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

„Don't Drink And Ride.“ Solche Hinweise an E-Scootern, wie hier in Frankfurt, sollen zum Alkoholverzicht im Straßenverkehr auffordern.

dpa/Andreas Arnold

Um Nutzer für die Risiken von Alkohol im Straßenverkehr zu sensibilisieren, werde zwischen 22 Uhr und 5 Uhr „in der App ein Reaktionstest aktiviert“, sagt Rania Bouaouina. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Simulationen. „Wer nicht besteht, kann kein Fahrzeug mieten.“ Die große Mehrheit der Lime-Nutzer absolviert den Test nach Angaben der Unternehmenssprecherin beim ersten Mal. Nach drei erfolglosen Versuchen wird der Account für zwei Stunden gesperrt.

Dieser Artikel erschien erstmals im September 2025 und wurde am 24. September 2026 aktualisiert.