Demo in Stuttgart: Critical Pride: Mehr Schutz und Sichtbarkeit für queere Menschen gefordert
Am Sonntag ist in Stuttgart die „Critical Pride“ durch die Innenstadt gezogen. Zu der Demonstration hatten verschiedene Initiativen aus der queeren Community aufgerufen. Rund 500 Menschen nahmen nach Schätzungen vor Ort daran teil.
Anlass ist der Pride-Monat rund um den Jahrestag der Stonewall-Aufstände in New York im Jahr 1969. Diese gelten als Wendepunkt der queeren Befreiungsbewegung. Damals wehrten sich vor allem Trans-Personen gegen Polizeigewalt in der Christopher Street. Diese Ereignisse stehen bis heute weltweit als Symbol für den Kampf um Gleichberechtigung.
Queerfeindliche Gewalt in Deutschland weiter zugenommen
„Ob machtgierige Präsidenten im Westen, genozidale Autokraten, fanatische Techbros im Netz oder Faschos überall in Europa: die Rechtsentwicklung ist unübersehbar“, erklären die Veranstalter der „Critical Pride“ auf ihrer Webseite.
Laut Lagebericht des Bundeskriminalamts zur Sicherheit der LSBTIQA+-Community hat queerfeindliche Gewalt in Deutschland in den vergangenen Jahren zugenommen. Im Jahr 2023 wurden deutschlandweit insgesamt 17.007 Fälle von Hasskriminalität registriert. Davon richteten sich 1.785 Straftaten gegen LSBTIQA+-Community. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 waren es bundesweit noch 1.188 Fälle.
Die Veranstalter und Teilnehmenden der Demonstration „Critical Pride“ forderten deshalb am Sonntag in Stuttgart unter anderem eine verlässliche und einheitliche Erfassung queerfeindlicher Straftaten sowie eine konsequentere Strafverfolgung.
Die Critical Pride in Stuttgart versteht sich damit nicht nur als Demonstration, sondern auch als politisches Signal für Zusammenhalt, Sichtbarkeit und Solidarität innerhalb der queeren Community und darüber hinaus.
Eindrücke von der Critical Pride finden Sie in unserer Bildergalerie.












