Deutscher Ingenieurbaupreis 2026
: Stuttgarter Ingenieurbüro holt begehrten Staatspreis für Architekturjuwel

Unter den Ausgezeichneten findet sich noch ein weiteres Ingenieurbüro aus Baden-Württemberg, das eine innovative Brücke in Stuttgart realisiert hat. 
Von
Tomo Pavlovic
Stuttgart
Preis und Nachwuchspreis für die beiden Büros, die das Viadukt in Chemnitz sowie das Museum Historische Oberamteistraße in Reutlingen geplant und realisiert haben.

Der Deutsche Ingenieurbaupreis ging an ein Viadukt in Chemnitz (li.) und das Gebäude, für den ein Stuttgarter Büro den Nachwuchspreis erhielt, steht in Reutlingen.

DB AG, Brigida González
  • Deutscher Ingenieurbaupreis 2026 geht an das Chemnitzer Viadukt – Staatspreis verliehen.
  • Preisträger sind Krebs + Kiefer Ingenieure und die DB InfraGO AG als Bauherrin.
  • Nachwuchspreis: str.ucture GmbH aus Stuttgart für das Museum Historische Oberamteistraße Reutlingen.
  • Auszeichnung auch für Harrer Ingenieure: 70-Meter-Brücke über den Seeblickweg in Stuttgart.
  • Preis würdigt Ingenieurleistungen, vergeben von Ministerium und Bundesingenieurkammer.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Chemnitzer Viadukt ist mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis 2026, dem Staatspreis der Bundesrepublik Deutschland für herausragende Ingenieurbaukunst, ausgezeichnet worden. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, überreichte den Preis in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin. Der Staatspreis geht in diesem Jahr damit an das Ingenieurbüro Krebs +Kiefer Ingenieure und die DB InfraGO AG als Bauherrin.

Eindrucksvoll ist zumindest aus südwestdeutscher Sicht die Tatsache, dass unter den Nominierten für diesen begehrten Preis auch zwei baden-württembergische Ingenieurbüros waren – und am Ende auch belohnt wurden.

Stuttgart punktet mit ambitionierten Bauten

Der mit 10.000 Euro dotierte Nachwuchspreis ging an das Stuttgarter Ingenieurbüro str.ucture GmbH für das Museum Historische Oberamteistraße in Reutlingen, entworfen von den Stuttgarter Wulf Architekten. Bauherrin war in diesem Fall die Stadt Reutlingen. Str.ucture haben auch gemeinsam mit Atelier Kaiser Shen eine preisgekrönten Holzumbau in Ingerkingen geplant.

Eine der insgesamt fünf Auszeichnungen ging dann noch an das Büro Harrer Ingenieure aus Karlsruhe, und zwar für die rund 70 Meter lange Fußgänger- und Radbrücke über den Seeblickweg in Stuttgart, die eine Verbindung zwischen Neugereut und Steinhaldenfeld schafft. Bauherrin war die Stadt Stuttgart, genauer: das Tiefbauamt.

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Stellenwert von Ingenieursleistungen betonen

Mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis würdigen das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und die Bundesingenieurkammer herausragende Leistungen des Ingenieurbaus. Ein Grund: Oft stehen Ingenieurinnen und Ingenieure im Schatten der Architekten und Designer. Mit dem Preis will man in den Stellenwert von Ingenieursleistungen bei der Gestaltung, Erhaltung und Weiterentwicklung unserer gebauten Umwelt in der Öffentlichkeit hervorheben.