Discounter Pepco nach der Insolvenz
: Pepco schließt fast die Hälfte der Läden – Klarheit über Filiale in Stuttgart

Nach gut sechs Monaten hat Pepco Deutschland das Insolvenzverfahren beendet. Fast die Hälfte der Filialen ist verschwunden – Stuttgart ist beim Neustart dabei.
Von
Imelda Flaig
Stuttgart

Mit einem harten Sanierungskurs hat sich Discounter Pepco in Deutschland aus der Insolvenz gerettet.

dpa/Soeren Stache

Pepco Deutschland startet nach der Insolvenz wieder durch – allerdings mit deutlich weniger Filialen. Statt 64 sind es noch 36 – die Filiale im Stuttgarter Milaneo bleibt, auch alle dortigen Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt.

Nach einem harten Sanierungskurs konzentriert sich der Non-Food-Discounter in Deutschland auf profitable Standorte und macht mit 36 Filialen weiter. Beim Neustart ist neben Stuttgart beispielsweise auch die Filiale in Göppingen dabei. Man könne die Restrukturierung erfolgreich abschließen, teilte die Pepco Germany GmbH mit, die im Juli 2025 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet hatte. Das Verfahren werde offiziell zum 28. Februar 2026 beendet, wie das Unternehmen mitteilte. Durch die Filialschließungen sind von den einst 500 Beschäftigten in Deutschland noch 350 übrig.

Pepco hatte ursprünglich große Expansionspläne und ist in 18 europäischen Ländern präsent und erst seit 2022 in Deutschland. Das Unternehmen verkauft niedrigpreisige Kleidung, Spielzeug, Wohnzubehör und Kosmetik.

Musterbeispiel für eine schnelle Sanierung

„Pepco Germany ist ein Musterbeispiel für eine schnelle und effektive Sanierung in Eigenverwaltung. In nur einem halben Jahr konnte das Filialgeschäft in Deutschland auf eine profitable und aussichtsreiche Basis gestellt werden“, sagte Sanierungsgeschäftsführer Christian Stoffler, der nach Abschluss der Insolvenz nun wie geplant sein Mandat beendet.

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Die Geschäftsführung von Pepco Deutschland – einem deutlich kleinerem Unternehmen als bisher – besteht künftig aus Daniel Blaumann, der schon zuvor das operative Geschäft der Kette in Deutschland geführt hat, sowie Jorge Gervasi (verantwortlich für Westeuropa) und Lubica Poláková (zuständig für Finanzen).