Dr. Klaus Lang-Haus in Bad Cannstatt
: Caritas eröffnet Hilfseinrichtung für psychisch Kranke

Vor kurzem hat der Caritasverband in der Neckarvorstadt eine neue Hilfseinrichtung eröffnet: Im ehemaligen Gemeindezentrum St. Martin in Bad Cannstatt sollen künftig 25 psychisch kranke Menschen eine neue Heimat finden.
Von
Iris Frey
Stuttgart
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  • Klaus Lang, Thomas Weidle, Raphael Graf von Deym (von links) durchtrennen das Band zu Einweihung des Dr. Klaus Lang-Hauses.

    Caritasverband für Stuttgart//Lea Theweleit
  • Das Dr. Klaus-Lang-Haus ist vor kurzem in der Brückenstraße eröffnet worden. Es ist zunächst eine Hilfeeinrichtung des Caritasverbandes für Suchtkranke.

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  • Das Haus heißt nach dem ehemaligen Finanzbürgermeister Klaus Lang, dessen Stiftung das Projekt unterstützt hat.

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  • Der Namensgeber freut sich über die Einrichtung im sanierten ehemaligen Gemeindezentrum St. Martin. Er ist in der Neckarvorstadt aufgewachsen und in St. Martin getauft.

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  • Bezirksvorsteher Löffler erklärte bei der Eröffnung, dass Bad Cannstatt schon immer ein sozialer Stadtbezirk sei.

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  • Der stellvertretende Stadtdekan Dr. Michael Heil segnete das Haus.

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  • Auch Klaus Lang beteiligte sich an der Segnung des Hauses.

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  • Zur Eröffnung kamen (von links): Stefan Michel (Bereichsleiter Sucht- und sozialpsychiatrische Hilfen beim Caritasverband für Stuttgart), Heinz Wolf (ehemaliger Vorstand Caritas Stiftung Stuttgart), Cordula Hellwig (Architektin), Dr. Klaus Lang (Stifter), Fred Walder (Leiter Projektmanagement Immobilien/ Caritasverband für Stuttgart), Thomas Weidle (Fachdienstleiter Reha/ Caritasverband für Stuttgart), Raphael Graf von Deym (Vorstand Caritasverband für Stuttgart)

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  • Der Chor der italienischen Gemeinde begleitete die Feier musikalisch.

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  • Vorübergehend ist in der Brückenstraße das Adaptionszentrum „Haus im Süden“ untergebracht, das sich an Menschen richtet, die eine Suchttherapie gemacht haben. Im Anschluss wird es hier Betreutes Wohnen für psychisch Kranke geben.

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Im ehemaligen Gemeindezentrum St. Martin hat der Caritasverband vor Kurzem das Dr.-Klaus-Lang-Haus eröffnet. Dort, in der Brückenstraße 25, wird ein Lebensort für 25 psychisch erkrankte Menschen im Betreuten Wohnen entstehen. Bis es so weit ist, wird hier das Adaptionszentrum „Haus im Süden“ übergangsweise eine neue Heimat finden. Im Adaptionszentrum leben Menschen, die eine Suchttherapie gemacht haben und auf ihrem Weg zurück ins eigenständige Wohnen und Arbeiten begleitet werden. Das bisher in der Rotebühlstraße in Stuttgart-West beheimatete Adaptionszentrum zieht interimsweise in das komplett modernisierte und begrünte Gebäude um.

Namensgeber erlebte „Glücksmoment“

Das Dr.-Klaus-Lang-Haus ist nach dem ehemaligen Stuttgarter Finanzbürgermeister benannt. Lang war persönlich zur Eröffnung gekommen und sagte gegenüber dem Caritasverband, für ihn sei diese Einweihung ein „besonderer Glücksmoment“.

Klaus Lang wurde in der Hallstraße 29 geboren und hat dort die ersten Jahre seiner Kindheit verbracht, bis ein Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg sie beendet habe. In der Martinskirche wurde er getauft und feierte dort auch seine Erstkommunion. Der Farbholzschnitt „Das blaue Paar“ von HAP Grieshaber im Saal des ehemaligen Gemeindezentrums ist eine Spende Langs, zudem hat seine Stiftung das Projekt mitfinanziert. Er wünschte dem Haus und seinen Bewohnern, dass sie sich hier wohl und geborgen fühlen und möglichst bald wieder am normalen Leben teilnehmen könnten.

Stellvertretender Stadtdekan segnete das Haus

Caritasvorstand Raphael Graf von Deym erklärte, dass es Mut, Geduld, Zuversicht und Kooperation gebraucht habe, das Projekt fertigzustellen. Und Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler betonte, dass Cannstatt schon immer ein sozialer Stadtbezirk gewesen sei und es hier ein hohes Maß an Toleranz und Akzeptanz für jene gebe, die aus dem Raster fallen. Er freue sich über jeden, dem hier geholfen wurde und der wieder in der Gesellschaft stehe. Einen Segen fürs Haus sprach dann der stellvertretende Stadtdekan Michael Heil. Die Stuttgarter Caritas hat rund fünf Millionen Euro investiert für die Modernisierung und das energetische Sanieren.

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