Ehrenamt in Stuttgart
: Wenn das Internet fremd ist – Helfer für ältere Menschen ausgezeichnet

Hilfe zur Selbsthilfe: Digitale Helfer wie Andreas Rönsch geben älteren Menschen ihre digitale Selbstständigkeit zurück. Jetzt ist er für sein Engagement mit der Ehrenmünze der Stadt Stuttgart ausgezeichnet worden.
Von
Laura Wallenfels
Stuttgart
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Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann und Opernintendant Marc-Oliver Hendriks (rechts) überreichen Andreas Rönsch die Ehrenmünze.

Lichtgut/Leif Piechowski

Andreas Rönsch wirkte sichtlich überrascht, als ihm im Opernfoyer die Ehrenmünze der Stadt Stuttgart überreicht wurde. Mit dieser Auszeichnung würdigte die Stadt sein Engagement als ehrenamtlicher Digitalhelfer.

Rönsch ist Teil eines ehrenamtlichen Netzwerks, das von der Fachstelle für digitale Teilhabe im Alter (DiA) koordiniert wird. Diese Einrichtung des Stuttgarter Sozialamts betreut derzeit knapp 40 Standorte und gut 120 Freiwillige. Ihr Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren dabei zu unterstützen, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden. Menschen wie Andreas Rönsch nehmen regelmäßig an Schulungen teil, um ältere Menschen altersgerecht anzuleiten und zugleich bei technischen Neuerungen auf dem Laufenden zu bleiben.

Die Angebote der Fachstelle richten sich an alle älteren Menschen im Stuttgarter Stadtgebiet, die digitale Kompetenz aufbauen möchten – sei es im Umgang mit Smartphones, der Nutzung von Online-Banking oder beim Verstehen digitaler Gesundheitsdienste. Geschulte Freiwillige stehen ihnen zur Seite und helfen, mögliche Barrieren abzubauen.

Ein Stück Selbstständigkeit

Dabei ist es Rönsch besonders wichtig, den Menschen ein Stück Selbstständigkeit zurückzugeben. „Es geht nicht darum, dass wir die Aufgaben für die Leute übernehmen, sondern dass sie das Gefühl bekommen, sie können es selbst schaffen“, betonte er. Dieser Ansatz stärke das Selbstvertrauen der älteren Menschen und gebe ihnen das Gefühl, mit der digitalen Welt Schritt halten zu können.

„Ehrenamtliche Unterstützung in diesem Bereich ist besonders wertvoll, da es oft schwer ist, Menschen für diese Aufgabe zu gewinnen“, erklärte Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann. Sie betonte die Bedeutung solcher Einsätze: „Sie alle tragen dazu bei, dass Menschen nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.“ Denn wer sich in der digitalen Welt nicht zurechtfinde, laufe Gefahr den Anschluss zu verlieren.

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