Einkaufszentrum Gerber: Verlorene Pakete: Schatzsuche kann beginnen

Wie am Wühltisch: Zehn Tonnen Pakete stehen im Gerber zur Verfügung.
Anja Sziele/zDass Fundsachen oder nicht abgeholte Koffer am Flughafen versteigert werden, ist nichts Neues. Aber nun werden auch unzustellbare Pakete verkauft. Bis 5. Juli lädt das französische Unternehmen King Colis ins Einkaufszentrum Gerber ein, um aus zehn Tonnen sogenannter verlorener Pakete etwas auszusuchen.
Wie funktioniert das Ganze? Jeder hat zehn Minuten Zeit, sich Pakete zu ergattern. Niemand weiß, was sich in ihnen verbirgt. Die Pakete sind original verpackt, die Adressen unkenntlich gemacht. Die Regeln sind klar: Die Pakete dürfen nicht vorab geöffnet werden. Eine Rückgabe ist nicht möglich, für beschädigte Ware gibt es keinen Ersatz. Die Preise richten sich nach dem Gewicht.
Ein kleiner Goldbarren wurde ausgepackt
Was kann im Paket gefunden werden? Nach den Erfahrungen aus anderen Städten können sich dort einige Schätze verstecken. Von Hightechprodukten über Markenkleidung, Schmuck und Lederwaren bis hin zu Beauty-Artikel war schon alles dabei.

Auch eine Rolex war schon dabei.
Foto: King Colis/zGeschäftsführer und Mitbegründer Killian Denis: „Es macht immer wieder aufs Neue Spaß und ist aufregend. Man weiß nie, was man auspacken wird. Beim Auspacken hatte einer unserer Kunden zum Beispiel plötzlich einen kleinen Goldbarren aus einer Sammleredition in der Hand. Auch eine gebrauchte Rolex haben wir schon ausgepackt.“
Pakete kommen aus dem E-Commerce
Los ging es im Erdgeschoss des Gerber am vergangenen Montag, 14 bis 20 Uhr. Dienstag bis Samstag können dann zwischen 10 und 20 Uhr die Pakete erworben werden. Das französische Start-up-Unternehmen King Colis hat sich laut eigenen Angaben dem Kampf gegen den Abfall verschrieben.
