EM-2024-Viertelfinale in Stuttgart
: Wie Deutschland beinahe um “Major Tom“ gebracht wurde

Moderator Jens Zimmermann hat verhindert, dass Deutschland in Stuttgart zu „Live is life“ von Opus auf den Rasen musste. Stattdessen wurde „Major Tom“ gespielt.
Von
Frank Rothfuß
Stuttgart
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Jens Zimmermann hat die deutsche Mannschaft vor Opus bewahrt

fr

Da hätten sich aber 54 000 im Stadion und Millionen vor den Fernsehern gewundert. Die deutsche Mannschaft läuft vor dem Viertelfinale gegen Spanien zu den Klängen von „Live is life“ zum Warmmachen auf den Rasen. Opus statt des Lokalmatadoren Peter Schillings „Major Tom“?

So stand es im 17 Seiten langen Ablaufplan. Das kommt Zimmermann ziemlich spanisch, pardon österreichisch, vor. Kann das sein? „Wir spielen ,Major Tom’ also gar nicht?“, fragt er, „außer bei einem deutschen Sieg am Ende?“ Dass sei offenbar der Wunsch des deutschen Teammanagements, sagt Producer Florian Weiß, Chef des Produktionsteams, das für den Ablauf im Stadion verantwortlich ist, Musik und Videos nach genauen Vorgaben einspielt.

Aber auch er gerät ins Zweifeln. „Wir fragen nach“, entscheidet er. Die Kanäle glühen. Eine Stunde später kommt die Antwort aus dem deutschen Lager. Natürlich „Major Tom“ beim Einlaufen, was auch sonst?

Wie Opus da reingeraten ist, der Einlaufsong der Österreicher, lässt sich nicht klären. Und wenn die beiden Stuttgarter nicht nachgehakt hätten, wäre das Lied gelaufen. Und alle hätten sich gewundert. Nun geht es „völlig losgelöst“ aufs Feld.

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