Engstelle in Stuttgart-Ost
: Rechtsabbiegen bald wieder erlaubt

Der Dauerstau im Stuttgarter Osten auf der Gablenberger Hauptstraße könnte bald der Vergangenheit angehören. Am kommenden Montagvormittag soll die Ampelanlage an der Kreuzung zur Talstraße umprogrammiert werden.
Von
Sebastian Steegmüller
Stuttgart
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Die Abbiegespur bleibt gesperrt, der Geradeauspfeil wird am Montag aber wohl verschwinden.

Sebastian Steegmüller

Vor rund zwei Wochen musste im unteren Bereich der Gablenberger Hauptstraße die Rechtsabbiegerspur in Richtung Gaskessel gesperrt werden, weil sich dort an einem Gebäude Fassadenteile gelöst hatten und auf die Fahrbahn fielen. Obwohl sich Autofahrer nicht immer an die Verkehrsregelung hielten und reihenweise verbotswidrig in die Talstraße abbogen, bildeten sich in Gablenberg häufig Staus.

Die Verkehrsbehinderungen, die durch das Nadelöhr verursacht werden, sind jedoch nur ein Teil des Problems. Weil die Ampel der Geradeausspur nicht auf die Fußgängerfurt am oberen Ende der Talstraße abgestimmt ist, kam es zunächst beim illegalen Rechtsabbiegen zu gefährlichen Situationen. Es zu unterbinden, war offenbar nicht möglich. Um Passanten, insbesondere Schüler, zu schützen, entschied sich die städtische Verkehrsbehörde kurzerhand dazu, den Überweg zu sperren. Diese Maßnahme wurde wiederum von Fußgängern oft missachtet.

Während des Software-Updates ist die Polizei vor Ort

Aus Sicht der Stadt wäre die beste Lösung, die offenbar brüchige Fassade zu stabilisieren oder entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, damit keine Gebäudeteile auf die Fahrbahn fallen können. Das ist jedoch laut Baurechtsamt bislang nicht geschehen. Daher hat die Verkehrsbehörde entschieden, die Ampelschaltung so umzustellen, dass sowohl das Rechtsabbiegen – immer noch über die Geradeausspur – wieder legal möglich ist als auch die Fußgängerfurt wieder freigeben werden kann. Die neue Software wird am Montag gegen 9.30 Uhr eingespielt. Während dieses Vorgangs werde die Polizei dort kurzzeitig den Verkehr regeln, um „Gefahrensituationen durch die Missachtung der Verkehrsregelung zu unterbinden“, sagt Stadtsprecher Harald Knitter. Er hofft, dass damit alles geregelt sei, bis der eigentliche Gefahrenherd beseitigt sei.

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