Evangelische Kirche in Stuttgart: Was passiert in den Kirchengemeinden Münster und Mühlhausen?

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Stuttgarter ZeitungNeuer Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde in Münster ist seit dem 1. September 2024 Tilman Alius. Offiziell in sein Amt eingeführt – und somit Nachfolger von Thomas Reinhuber – wird er dann am Sonntag, 22. September, und zwar um 9.30 Uhr in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche von Dekan Eckart Schultz-Berg.
Dem 41-jährigen Alius ist Stuttgart schon seit Längerem vertraut, wohnt doch in Mühlhausen seine Partnerin, Pfarrerin Britta Feuersinger. Diese ist dort seit 2018 in der Nachfolge von Charlotte Sander tätig und dann seit 2019 offiziell die zuständige Pfarrerin. Die beiden betreuen momentan nicht nur zwei unmittelbar nebeneinander gelegene Kirchengemeinden am Neckar, sondern werden beruflich bald noch mehr zusammenarbeiten, da am 1. Januar 2025 die beiden Pfarreien fusionieren, erklärt Tilman Alius.

Pfarrerin Britta Freuersinger in der Veitskapelle. Sie wurde im Jahr 2019 Pfarrerin in Mühlhausen.
Foto: Archiv/Iris FreyJetzt schon unterrichtet er die Konfirmanden von Münster und Mühlhausen, wobei die Konfirmationsfeiern jedoch jeweils getrennt stattfinden. Zwar wohnt Alius im Mühlhausener Pfarrhaus, jedoch sieht er sich als Münsterer Pfarrer. Dort gibt er gerne Religionsunterricht und ist als Seelsorger tätig. „Für uns im Dekanat ist Tilman Alius eine große Bereicherung, bringt er doch viel Erfahrung aus dem Kirchenbezirk Schwäbisch Hall mit“, so der Dekan.

Pfarrer Thomas Reinhuber im Jahr 2014 vor der Dreifaltigkeitskirche in Münster
Foto: Archiv/Iris FreyAlius, im hohenlohischen Braunsbach als ältester von drei Brüdern aufgewachsen, hat in einer kirchlichen Schule in Michelbach an der Bilz sein Abitur gemacht, an der der heutige Stuttgarter Stadtdekan Søren Schwesig Lehrer war. Theologie hat Alius dann in Jena, Marburg und Tübingen studiert und in Esslingen-Mettingen sein Vikariat gemacht. Zuletzt war er geschäftsführender Pfarrer in Meinhardt im Kirchenbezirk Schwäbisch Hall. Beworben auf seine neue Stelle hat er sich, als er von der geplanten Fusion der Kirchengemeinden gelesen hat. Dem Vater eines siebenjährigen Sohnes ist die Seelsorge wichtig und das „mit den Menschen im Gespräch zu sein“.
