Evangelische Kirchengemeinde in Feuerbach: Das Kinderhaus ist fertig, aber das Personal fehlt noch

Architekt Gerd Vöhringer, Pfarrer Günther Hauser sowie die Erzieherinnen Sabrina Steinz, Ute Löffler und Patricia Wahl
Torsten StröbeleFeuerbach - Günther Hauser ist erleichtert. Der Umbau des evangelischen Gemeindehauses an der Sauerlandstraße 1 ist abgeschlossen – endlich. Rund sieben Jahre hat der Pfarrer auf diesen Tag warten müssen. Lange Zeit fehlte das Geld, um das Projekt zu realisieren. Die Stadt wollte die Kosten in Höhe von etwa 670 000 Euro zwar übernehmen, Verwaltung und Gemeinderat setzten allerdings lange Zeit andere Prioritäten.
Für Hauser ist das mittlerweile Schnee von gestern. Für ihn zählt nur noch das Ergebnis. Und das kann sich seiner Meinung nach sehen lassen. „Es ist alles wunderbar geworden. Einrichtungsleitung und Architekt haben Hand in Hand gearbeitet.“
Umgestaltet und bereit für neue Kinder
Die nackten Betonwände aus den 1970er Jahren sind verschwunden, genauso wie die drückenden Holzdecken. Der Boden ist nun blau, die Küche neu. Es gibt eine barrierefreie Toilette, neue Fenster und einen Wickelraum. Letzterer ist auch zwingend notwendig, denn künftig werden die rund 320 Quadratmeter des ehemaligen Gemeindehauses Teil des neuen, sogenannten Kinderhauses der evangelischen Kirchengemeinde Feuerbach sein.
So schnell wie möglich sollen zehn Kinder im Alter bis drei Jahre sowie 20 Mädchen und Buben zwischen drei und sechs Jahren in die neu gestalteten Räume einziehen und von 7 bis 15 Uhr betreut werden. „Theoretisch sind alle Plätze schon vergeben“, sagt Einrichtungsleiterin Ute Löffler. Auf der Warteliste stünden zudem rund 50 Namen. „Aber ich konnte noch niemandem definitiv zusagen.“ Denn die Kirchengemeinde sucht noch händeringend nach Personal für die beiden neuen Gruppen. Fünf oder sechs Vollzeitstellen sind zu besetzen – auch Teilzeit ist denkbar. „Es ist schwierig, jemanden zu finden. Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt“, sagt Pfarrer Hauser. Er geht dennoch davon aus, dass er in naher Zukunft Erfolge vermelden kann. „Wir werden aber wohl erst nach und nach die beiden Gruppen eröffnen können.“
Räume des Kindergartens ebenfalls modernisiert
Ein Stockwerk tiefer, im bereits bestehenden Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde, wurde der Betrieb schon wieder aufgenommen. Aufgrund der Umbaumaßnahme im Gemeindehaus mussten die 50 Mädchen und Buben im Februar für ein halbes Jahr ins Waldheim Lindental ausweichen. „Wir haben dann auch gleich die Räume des Kindergartens modernisiert“, sagt Architekt Gerd Vöhringer. Neue Böden und Decken waren im Budget noch enthalten. Zudem wurde der Eingangsbereich der Einrichtung neu gestaltet. Dort befindet sich nun auch der Aufgang zum ehemaligen Gemeindehaus, der über eine neue Treppe hergestellt wurde. „Wir wollen ein Haus für alle sein und nicht zwei getrennte Einrichtungen haben“, sagt Ute Löffler. Momentan sei zwar angedacht, den Ganztagsbetrieb im ehemaligen Gemeindehaus vom bestehenden Kindergarten räumlich zu trennen, allerdings gebe es immer wieder Projekte, an denen alle Mädchen und Buben teilnehmen können. Auch der Außenbereich werde natürlich gemeinsam genutzt.
