Extreme Hitze in Stuttgart
: Stadt richtet eindringlichen Appell an die Bevölkerung

Die extreme Hitze in Stuttgart hält an, Rettungsdienste und Kliniken arbeiten am Limit. Die Stadt appelliert daher an die Bevölkerung, sich zu schützen und Anstrengungen zu vermeiden.
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alp
Stuttgart
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Die anhaltende Hitze in Stuttgart und der Region bringt auch die Feuerwehr und Rettungsdienste an ihre Grenzen (Symbolfoto).

Lichtgut/Leif Piechowski

Die Hitzewelle in Stuttgart erreicht derzeit ihren Höhepunkt. Anders als ursprünglich angenommen, kommt die Abkühlung auch frühestens am Montag. In einer aktuellen Pressemitteilung wendet sich die Stadt deshalb mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung: Die Menschen sollten sich konsequent vor der Hitze schützen, ausreichend trinken und körperliche Anstrengungen möglichst vermeiden. Für diesen Sonntag gilt in Stuttgart zudem bis Mitternacht die „Außergewöhnliche Einsatzlage“ (AEL), um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Die Untere Katastrophenschutzbehörde hat bereits am Samstagabend diese Lage für das Stadtgebiet ausgerufen, da das Klinikum Stuttgart und die Hilfsorganisationen im Gesundheitswesen angesichts der vielen hitzebedingten Betreuungsfälle an ihre Belastungsgrenze geraten waren. Durch diese Maßnahme können zusätzliche Ressourcen des Katastrophenschutzes eingesetzt werden. So sind unter anderem weitere Krankentransportwagen im Einsatz.

Wie die Integrierte Leitstelle Stuttgart mitteilt, ist die Zahl der Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdiensten aufgrund der anhaltenden Hitze und der zuletzt weiter gestiegenen Temperaturen deutlich angestiegen. Branddirektion und Deutsches Rotes Kreuz betonen in der Pressemitteilung, dass die zusätzlichen Kräfte zwar helfen, die Bevölkerung aber auch ihren Beitrag leisten müsse, damit möglichst wenige weitere hitzebedingte Notfälle entstehen.

Zahl der Notfälle weiter gestiegen

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, verzeichnet das Klinikum Stuttgart auch weiterhin ein deutlich erhöhtes Patientenaufkommen in den Notaufnahmen – auch nachts. Nach Angaben des medizinischen Vorstands Jan Steffen Jürgensen ist die Zahl der Notfälle erneut gestiegen. Behandelt würden inzwischen auch schwere hitzebedingte Erkrankungen mit Organversagen und neurologischen Komplikationen. Betroffen seien vor allem, aber nicht ausschließlich, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Die Kühl- und Raumlufttechnik des Klinikums werde derzeit in Extraschichten stabilisiert. Gravierende Ausfälle wie bei anderen Maximalversorgern in Deutschland habe es jedoch bislang nicht gegeben.

Seit mehreren Tagen leiden die Menschen in Stuttgart unter der anhaltenden Hitzewelle. Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und die Mitarbeitenden des Klinikums arbeiten laut der Pressemitteilung an der Kapazitätsgrenze. Bereits am Samstag wurden zusätzliche Rettungs- und Krankentransportwagen der Johanniter, des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und der Feuerwehr Stuttgart in Dienst gestellt. Zudem unterstützten Löschfahrzeuge mit medizinisch ausgebildeten Einsatzkräften die Erstversorgung, während Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr weitere Feuerwehreinsätze übernahmen.

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