Feier in den Kelley Barracks: Knallgeräusche und Rauch über US-Militärstützpunkt in Stuttgart
Als am Freitagvormittag Knallgeräusche über den Kelley Barracks in Stuttgart-Möhringen zu hören sind und anschließend weißer Rauch aufsteigt, hat das manch Unbeteiligte im Umkreis in Aufregung versetzt. Doch allen, die Bescheid wussten, war klar: Das muss mit der Feier zum Wechsel des US-Afrika-Kommandos zusammenhängen. Denn in Stuttgart liegt der Africom-Hauptsitz, der von hier aus die militärischen Aktivitäten der US-Streitkräfte auf dem afrikanischen Kontinent koordiniert.
„Das war im Rahmen der Kommandoübergabe zur Begrüßung des neuen Generals von Africom“, klärt auch ein Sprecher des Afrika-Kommandos gegenüber unserer Zeitung auf. Mehrere Kanonen gefüllt mit Platzpatronen hätten dabei für die Knallgeräusche gesorgt. Insgesamt 17 Schüsse seien es gewesen – zum Abschied und zu Ehren des Vier-Sterne-Generals Michael Langley.

Mehrere Kanonen gefüllt mit Platzpatronen haben für die Knallgeräusche gesorgt.
Foto: U.S. AFRICOM/Emely EckelsAuf ihn folgt nun als neuer Chef des US-Afrika-Kommandos Dagvin R.M. Anderson, der erste General der US-Luftwaffe, der Africom in den Kelley Barracks führt. Anderson kommandierte bereits von 2019 bis 2021 das Spezialkräfte Kommando für Afrika in Stuttgart.
Sogenannte Salutschüsse gehören bei militärischen Ehrenveranstaltungen wie dieser in vielen Ländern dazu, auch beim US-Militär. Der bekannteste Salutschuss ist die 21-Schuss-Salve, die als höchste militärische Ehrenbezeugung gilt, etwa zur Würdigung des US-Präsidenten. Die Tradition geht offenbar zurück auf ein altes Ritual, wobei Schiffe beim Einlaufen in den Hafen ihre Kanonen entluden, um friedliche Absichten zu signalisieren.




