Festnahme in Stuttgart: Polizei fasst Räuber nach wenigen Stunden

Die Fahndung führt nach nur wenigen Stunden zum Erfolg in Bad Cannstatt.
dpa/Lino Mirgeler (Symbolbild)Der Täter kehrt immer zum Tatort zurück – oder zumindest manchmal. Im vorliegenden Fall ist es so gewesen. Ein 33 Jahre alter Tatverdächtiger konnte am Donnerstag gegen 19 Uhr festgenommen werden, als er wieder in der Nähe des Tatorts in Bad Cannstatt auftauchte. Das war nur fünf Stunden nach den beiden Überfällen, wegen der nach ihm gefahndet wurde.
Allein am Donnerstag soll der Mann vier Taten begangen haben
Der Mann soll am Donnerstag mehrere Überfälle in Bad Cannstatt begangen haben. Dabei habe er die Opfer mit einer Schreckschusspistole bedroht, meldet die Polizei. Er wird verdächtigt, bei der Wilhelmsbrücke und an der Neckarstraße in der Nacht zum Donnerstag zwei Männer überfallen zu haben. Am Donnerstag soll er auch tagsüber zugeschlagen haben. Am Voltasteg, der nach dem Spielplatz Nektarine auf Höhe der Viaduktstraße über den Neckar führt, soll er gegen 14 Uhr einen 50 Jahre alten Mann angesprochen haben. Er bedrohte ihn mit der Gaspistole und forderte den Geldbeutel, meldet die Polizei. Als er feststellte, dass dieser leer war, gab er ihn dem Besitzer zurück. Wenige Meter weiter habe er ein weiteres Opfer gefunden, einen 52 Jahre alten Mann. Der habe sich nicht einschüchtern lassen und sein Geld nicht hergegeben. Deswegen sei es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den Männern gekommen. Dabei soll der Tatverdächtige dem Opfer mit der Pistole auf den Hinterkopf geschlagen haben.
Die Polizei fahndete nach dem Mann und entdeckte ihn am frühen Abend in der Nähe des Tatorts. Der 33-Jährige kam auf Antrag der Staatsanwaltschaft vor einen Richter, der Haftbefehl erließ.
