Flaneursalon: Zurück im Metropol

Im großen Saal des Metropol-Kino geht mehr als nur Filme zeigen.
Lichtgut/Leif PiechowskiHier wurden schon viele Geschichten geschrieben. Geschichten, die ganz viel über diese Stadt erzählen. Am Dienstagabend kam im Metropol eine neue hinzu. Joe Bauer, ehedem Kolumnist der Stuttgarter Nachrichten, war mit seinem kleinen feinen Flaneursalon zu Gast in dem neu sanierten Kino an der Bolzstraße.

Man kann lesen . . .
Foto: Lichtgut/Leif PiechowskiEric Gauthier war dabei, Kabarettist Rolf Miller,und die Musiker Nadezhda Krasnovid, Cemre Yilmaz, Clara Vetter, Max Treutner, Yohbeatz feat. Moh 2. Und es wollten auch etliche Menschen mehr zuschauen als die 314, die schließlich Karten bekamen. Der Andrang war groß. Wegen des Programms natürlich und der Marke Flaneursalon, aber auch wegen des Orts. Einstmals gab es dort Varieté und Kinofilme. Nun zeigte der Flaneursalon, dass man im Saal unter der Kuppel mehr machen kann als Filme zeigen.

. . . und musizieren.
Foto: Lichtgut/Leif PiechowskiHeinz Lochmann, Chef der Traumpalast-Kette, hatte das Metropol vor einem Schicksal als Boulderhalle bewahrt und als Ort bewahrt, an dem weiter Geschichten erzählt werden. Wie die des Rappers Moh 2. der kommt aus dem Kongo, musste fliehen, und hat sich in der Region ein neues Leben als Musiker aufzubauen. Nun kam kurz vor seinem Auftritt der Abschiebungsbescheid. Nun braucht er einen Anwalt, der Widerspruch einlegt. Das Publikum sang für ihn „Stand by me“. Eine Geschichte, die viel über Stuttgart und Deutschland im Jahre 2025 erzählt.