Fragen an die StZ-AutorInnen: Faszination des Journalismus

Der StZ-Exklusiv-Autor Armin Käfer bei der VHS
LichtgutWarum wurden Sie Journalist?
Erstens: aus Neugier auf die Welt und meine Mitmenschen. Vor 300 Jahren hätte ich vielleicht auf dem Segelschiff eines Entdeckungsreisenden angeheuert. Zweitens: weil ich es spannend finde, die Wirklichkeit in Worte zu übersetzen – und auf das Echo zu warten.
Welches Ereignis in der Zeit als Journalist hat Sie am meisten geprägt?
Der 11. September 2001: Der Westen erweist sich als angreifbar. Fanatiker attackieren die liberale Welt. Wir müssen dem vorgestrigen Denken gewaltbereiter Fundamentalisten die Stirn bieten. Diese Herausforderung bleibt aktuell.
Wie hat sich die Arbeit seit Ihrer Ausbildung verändert?
Ich begann mit einer Schreibmaschine, Duden und Nachschlagewerken im Regal. Das findet inzwischen alles in der Hosentasche Platz. Beim Recherchieren bediene ich mich der Hilfe Künstlicher Intelligenz.
Welche Schlagzeile sollte man in der StZ nie lesen und warum?
„Zeitung gibt es künftig gratis“ – eine unmögliche Schlagzeile. Es wäre eine Ente, weil fundierte Informationen und Analysen nicht umsonst zu haben sind.
Wie sieht der Journalismus in zehn Jahren aus?
Zeitungen auf Papier werden Kult sein wie heute Vinylplatten. Leider leistet sich nur noch eine Informationselite Qualitätsjournalismus – was die Klugen klüger und die Dummen dümmer macht.
