STZ+STZ+Friedrichstraße in Stuttgart 1942
: Früher war hier ein riesiger Kreisverkehr

Die Friedrichstraße (B 27) ist heute für Autofahrer von Norden her das Haupteinfallstor in die Stuttgarter City. Vor 80 Jahren sah sie noch ganz anders aus. Wir spazieren durch ein untergegangenes Stück Stuttgart bis zum „Palast der Republik“.
Von
Jan Georg Plavec
Stuttgart
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  • Wo heute der Verkehr vielspurig rollt, stand vor 80 Jahren der Friedrichsplatz – im Grunde ein riesiger Kreisverkehr. In der Bildergalerie spazieren wir durch die Friedrichstraße im Jahr 1942.

    Stadtarchiv/101-FN250
  • Zur Orientierung beginnen wir mit dem Stadtkartenvergleich. So verläuft die Friedrichstraße heute. 1942 verlief sie ...

    Digitales Stadtlexikon/Stadt Stuttgart
  • ... anders, in der Mitte war der Friedrichsplatz und es gingen mehr Straßen von diesem Platz ab als heute die Friedrichstraße queren.

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  • Wir starten am Friedrichsplatz beim damaligen Hansa-Hotel. Links beim Pferdefuhrwerk ist die Friedrichstraße, rechts die heute verschwundene Alleenstraße. Heute würde man im rechten Bildteil Richtung Unihochhäuser K1 und K2 schauen.

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  • Ungefähr an dieser Stelle befindet sich heute ein Bürohochhaus samt Parkhaus-Einfahrt.

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  • Auch der Blick in die andere Richtung der damaligen Alleenstraße sieht heute anders aus. Im Vordergrund sehen wir wieder den großen Kreisverkehr am Friedrichsplatz. Achten Sie auf das flache Gebäude unter dem Baum.

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  • Dabei handelt es sich um das hier zu sehende Geschäft. Die Alleenstraße ist zu Gunsten der verbreiterten Friedrichstraße verschwunden. Im Bildhintergrund entdecken wir den mittlerweile abgerissenen Nordflügel des Hauptbahnhofs.

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  • Wir wollen aber die Friedrichstraße entlanggehen, und zwar Richtung Bolzstraße und „Palast der Republik“. Links neben dem Hansa-Hotel ...

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  • ... steht das im Bestand so bezeichnete „Lenau-Haus“. Kulturhistoriker kennen es eher als Hartmann-Reinbeck’sches Haus. Hier war einer der bürgerlichen Salons beheimatet und, keine Überraschung, auch der Dichter Nikolaus Lenau zu Gast.

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  • Wir gehen weiter die Friedrichstraße entlang. Im Hintergrund sehen wir schon ein hohes Gebäude mit Türmchen.

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  • Es handelt sich um das Hospiz Viktoria (vorne) und den Friedrichsbau (hinten), beide gegenüber des heutigen „Palast der Republik“

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  • Wir gehen einige Meter näher ans Hospiz Viktoria heran und sehen im nächsten Bild ...

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  • ... den Friedrichsbau. An dieser Stelle befindet sich heute die wesentlich verbreiterte Straße sowie ein Neubau der L-Bank. Das Friedrichsbau Varieté war einige Jahre lang im Untergeschoss an der neu gebauten Straßenunterführung untergebracht.

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  • Auf der anderen, linken Straßenseite erspähen wir ganz hinten schon den frisch renovierten Industriehof sowie den „Palast der Republik“.

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  • Wir gehen einige Schritte weiter und erkennen Industriehof und „Palast der Republik“ noch etwas besser. Das große Gebäude daneben auf der linken Straßenseite kommt im nächsten Bild besser in den Blick.

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  • Es ist das damalige „Bahnhof-Hotel“ an der Ecke Bolzstraße. Heute stehen hier überwiegend moderne Geschäftshäuser – aber nicht nur. Achten Sie auf den Bauwagen links im Hintergrund.

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  • Links sehen wir das „Bahnhof-Hotel“, nach links geht auch die Bolzstraße ab. Wir gehen aber geradeaus die Friedrichstraße entlang und erinnern uns an den Bauwagen.

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  • Wir sehen ihn nun vor einer eher unspektakulären Häuserzeile. Es mag einem beim Vorbeigehen im Jahr 2023 nicht unmittelbar auffallen, aber die Mehrzahl der hier zu sehenden Häuser existiert bis heute an dieser Stelle. Mehr noch ...

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  • ... an dieser Stelle knickt die B 27 ab und wird zur Theodor-Heuss-Straße. Die teilweise historische Häuserzeile entspricht daher dem einstigen Verlauf der Friedrichstraße. Wir springen wieder ins Jahr 1942 ...

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  • ... und gehen einige Schritte weiter bis zur. Links führt die Fürstenstraße ab Richtung Schlossplatz und Königsbau, im Bildhintergrund mündet die Friedrichstraße in die Kronprinz- und Königstraße.

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  • Diesen untersten Teil der Friedrichstraße am damaligen Kronprinzenpalais (heute steht hier das Kunstmuseum) sehen wir auf diesem Bild. Wir machen nun Kehrt und gehen einige Schritte zurück bis zur ...

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  • ...Abzweigung Fürstenstraße. Wir biegen rechts ab ...

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  • ... und sehen, wie damalige Flaneure zum Königsbau und zum Schlossplatz gelangten.

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  • Nun springen wir noch einmal zurück an die Ecke Friedrich-/Lautenschlagerstraße mit „Palast der Republik“ und – damals – Friedrichsbau. Hier sehen wir den im Krieg zerstörten Bau des Varieté von der Bolzstraße aus.

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  • Daneben befand sich, wie wir oben schon gesehen haben, das Hospiz Viktoria. Rechts ist der Industriehof mit dem bis heute erhaltenen, markanten Relief gut zu erkennen ...

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  • ... und hier der heutige „Palast der Republik“, damals Klohäuschen und Kiosk.

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  • Wir schauen ein letztes Mal aufs Hospiz Viktoria und den gewaltigen Bogen an der Straßenecke. Wir erkennen ihn wieder ...

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  • ... in diesem Bild mit Blick in die damals noch etwas stärker abknickende Schellingstraße. Im Hintergrund sehen wir den Unicampus. Den werden wir aber noch in einem eigenen Spaziergang behandeln.

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