Gedenken an Zugunglück
: Stuttgarter Griechen mahnen: Bahn ist unterfinanziert – auch in Deutschland

Drei Jahre nach der Katastrophe von Tempi versammeln sich wieder hunderte Griechen auf dem Kleinen Schlossplatz in Stuttgart. Die Ursachen seien noch immer nicht behoben.
Von
Eberhard Wein
Stuttgart
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Mehrere hundert Griechen waren zu der Kundgebung gekommen.

Lichtgut/Leif Piechowski

Drei Jahre nach dem schweren Zugunglück beim griechischen Ort Tempi haben wieder mehrere hundert Griechen der Opfer gedacht. Bei dem Zusammenstoß eines Güterzugs mit einem Intercity auf der Strecke zwischen der Hafenstadt Thessaloniki und der Hauptstadt Athen am 28. Februar 2023 insgesamt 57 Menschen ums Leben gekommen.

„Für uns war es kein Unglück, für uns war es ein Verbrechen“, sagte der Vorsitzende der Griechischen Gemeinde in Stuttgart, Diogenis Triantafyllidis. Immer noch seien die Ursachen des Zusammenstoßes nicht behoben, die in der chronischen Unterfinanzierung der Bahn bestünden. „Das System ist auf Gewinnmaximierung ausgelegt“, sagte Triantafyllidis. Dabei erwarteten die Menschen Sicherheit.

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Stuttgarter Zeitung

Die Bahn fährt auch in Deutschland auf Verschleiß

Das sei nicht nur ein Problem in Griechenland, auch in Deutschland sei der öffentliche Bereich unterfinanziert. Die Bahn fahre auf Verschleiß. „Schuld ist die europäische Politik.“ Sie lasse Menschen, die arbeiten, im Stich.

Im Raum Stuttgart leben nach Schätzungen rund 15000 Griechen und griechisch-stämmige Menschen.

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