Geschlossenes Mineralbad Berg: Bergianer brauchen noch länger Geduld

Seit fünf Monaten infolge eines Wasserrohrbruchs außerhalb des Bades geschlossen: das Mineralbad Berg.
Lichtgut/Max Kovalenko- Mineralbad Berg bleibt nach Wasserrohrbruch weiter geschlossen – Geduld ist nötig.
- Rund 30 Firmen arbeiten an den Folgen, zuerst wird die Stromversorgung wiederhergestellt.
- Installationsarbeiten voraussichtlich bis Ende Januar 2027, danach beginnen Techniktests.
- Heizung, Wasserversorgung und Öfen gehen erst nach Tests wieder in Betrieb.
- Innengastronomie hat wieder geöffnet, Versicherungsfrage zu Schäden und Ausfällen ist offen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
In Stuttgart, die Älteren erinnern sich, gibt es das Mineralbad Berg. Eine Mineralwasseroase, die ihresgleichen sucht. Leider ist sie geschlossen. Der Badebetrieb ruht. Immer noch. Seit einem Wasserrohrbruch in der Nacht vom 11. auf den 12. Mai außerhalb des Bades sitzen die Bergianer, wie das hier ansässige, treue Bade-Völckchen heißt, auf dem Trockenen oder suchen Zuflucht in den benachbarten Mineralbädern Leuze und Cannstatt.
Und so schnell wird sich daran nichts ändern. Eine Nachfrage bei Jens Böhm, dem Sprecher der Stuttgarter Bäder, ergibt: Es ist weiterhin Geduld gefragt. Zwar würden die Reparaturarbeiten insgesamt voranschreiten. „Einen belastbaren Termin für die endgültige Öffnung können wir aber erst nennen, wenn die Installationsarbeiten abgeschlossen sind und die Funktionstests erfolgreich durchgeführt wurden.“
Zunächst stehe die Wiederherstellung der Stromversorgung an, erklärt Böhm. Die Genehmigung der Stuttgarter Netze für die Schaltschränke und erforderlichen Einbauten läge inzwischen vor. „Der Abschluss der Installationsarbeiten ist voraussichtlich bis Ende Januar 2027 zu erwarten. Erst danach können die wesentlichen technischen Anlagenkomponenten, insbesondere Heizung, Wasserversorgung und Öfen, wieder in Betrieb genommen und umfassend getestet werden.“ Durch das Platzen der Hauptversorgungsleitung des Wassernetzes waren im Technikkeller des Bades erhebliche Schäden an der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, „dem zentralen Nervensystem des Bades“ (Böhm) entstanden.
In Arbeit ist auch die Versicherungsfrage. Der Stadt entgehen durch den Schaden beträchtliche Einnahmen. Das verdeutlicht eine Zahl: Allein im Juni 2025 zählte man im Mineralbad Berg 47 000 Badende. Im heißen Sommer 2026 wäre mit ähnlich vielen Besuchern zu rechnen gewesen. Sprecher Böhm betont: „Alle Forderungen an Sach- und Vermögensschäden werden nach und nach bei der Versicherung angemeldet.“ Man strebe eine „vollständige Kompensation“ an.
Geöffnet hat neuerdings wieder die von den Pächtern Aris Farris und Marina Farris betriebene Gastronomie im Eingangsbereich des Bades. Ein provisorisch von der Außengastro ins Bad verlegte Kabel gewährleistet die Stromversorgung. Den Sommer über hatte die Außengastronomie geöffnet. Besucher konnten dort auch einen Teil des Parks des Mineralbads Berg kostenfrei nutzen.


Wie umgehen mit schlechten Nachrichten und Krisen? Das Beispiel des Pächterpaars des Mineralbads Berg zeigt, was positives Denken bewirken kann. Ein Kommentar von Jan Sellner.